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Mehr Unterstützung vom BundWeimer will Kunstmesse Art Cologne stärken

Bei der ältesten Kunstmesse der Welt stellen bis Sonntag mehr als 160 Galerien und Kunsthändler in Köln aus. Welche Perspektiven sehen der Kulturstaatsminister und die Branche?

Kunstmesse Art Cologne

Weimer will die Art Cologne stärken.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will die Kunstmesse Art Cologne stärken. Der Bund habe ein Interesse daran, dass die älteste Kunstmesse der Welt wachse und eine noch größere Strahlkraft entfalte, sagte Weimer zur Eröffnung der Art Cologne in Köln.

Galeristen und Künstler nähmen die Messe „als Verdichtungsort ihres Schaffens und ihrer Leidenschaft an“. Zum 60-jährigen Bestehen der Art Cologne 2027 wolle der Bund seine bisherige Unterstützung erweitern und vertiefen. Genaueres dazu müsse in Gesprächen mit allen Beteiligten noch erarbeitet werden. Vorstellbar sei zum Beispiel ein Kongress, der Begegnungen von Kunst und Politik ermögliche, sagte Weimer auf dpa-Nachfrage.

Hug blickt „vorsichtig optimistisch“ auf den Markt

Bei der Art Cologne stellen bis Sonntag 164 Galerien und Kunsthändler aus 22 Ländern aus - und hoffen auf gute Verkäufe. Die Spanne reicht von einigen tausend Euro bis hin zu Millionenbeträgen etwa für Werke des Malers Ernst Ludwig Kirchner oder der im August gestorbenen japanischen Künstlerin Yayoi Kusama.

Die Art Cologne läuft bis Sonntag, 8. November

Die Art Cologne läuft bis Sonntag, 8. November.

Art-Cologne-Direktor Daniel Hug sagte, er blicke derzeit „vorsichtig zuversichtlich“ auf den Markt. „Aus meiner Sicht hat er sich in weiten Teilen konsolidiert - auch wenn Herausforderungen bleiben.“ Regionale Beziehungen würden für Kunstmessen weltweit immer wichtiger. „Internationale Offenheit und regionale Verankerung sind für mich kein Gegensatz - gerade hier in Köln gehört beides zusammen.“

Hoffnung liegt auf Gen Z

Nach Einschätzung von Hug ist der Kunstmarkt in Deutschland anders als in Amerika nicht von reichen Spekulanten geprägt, sondern von einer breiten Mittelschicht von Kunstsammlern. „In Deutschland wird immer noch aus Liebe gekauft.“ Es gebe auch viele junge Kunstinteressierte, die Werke jüngerer Künstler kauften.

Weimer sagte, die Gen Z sei bezogen auf den Kunstmarkt „eine interessante perspektivische Hoffnung“. In den USA sei diese Generation als Käufer von Kunst innerhalb ihrer Altersgruppe sehr aktiv. Damit gebe es auch hierzulande die Chance, dass sie in Zukunft den Kunstmarkt neu erobere.

Die Art Cologne kooperiert in diesem Jahr mit der Kölner Museumsnacht. Messebesucher können am Samstag die teilnehmenden 13 Museen besuchen - umgekehrt können Ticketinhaber der Museumsnacht die Art Cologne entdecken. (dpa)