Eine fünftägige Ausstellung der zur Versteigerung stehenden Souvenirs hatte zuvor rund 15.000 Besucher angezogen.
Versteigerung in ParisFast eine Million Euro für Brigitte Bardots Nachlass

Brigitte Bardot auf einer Pressekonferenz 1965. (Archivfoto)
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Die Versteigerung von fast 300 persönlichen Erinnerungsstücken des verstorbenen französischen Filmstars Brigitte Bardot hat fast eine Million Euro eingebracht und damit die Erwartungen bei weitem übertroffen. Die Summe entspreche fast dem Zwanzigfachen des zuvor geschätzten Werts, teilte das Auktionshaus Millon in Paris am Montagabend mit. Die insgesamt 285 Objekte, darunter Strohhüte, Sonnenbrillen und Nachthemden, stießen bei den Bietern auf enorme Begeisterung.
„Brigitte Bardot hat sich erneut als bemerkenswerte Alchemistin erwiesen“, sagte der Chef des Auktionshauses, Alexandre Millon. „Aus geschätzt 50.000 Euro hat sie fast eine Million Euro inklusive Gebühren gemacht.“ Zu der Auktion hatten sich rund 3000 Bieter aus Frankreich und dem Ausland angemeldet. Eine fünftägige Ausstellung der zur Versteigerung stehenden Souvenirs hatte zuvor rund 15.000 Besucher angezogen.
Zwei auf einen Wert von 30 Euro geschätzte Hundehalsbänder samt Anhänger mit der Telefonnummer von Bardots Villa La Madrague bei Saint-Tropez gingen für 9400 Euro an eine Bieterin aus Russland. Ein Selbstporträt des Filmstars erzielte fast 40.000 Euro. Die Schreibmaschine, auf der sie ihre Autobiografie verfasste, wechselte für 4634 Euro den Besitzer. Drei Plüsch-Robbenbabys wurden für fast 2200 Euro statt der geschätzten 30 Euro versteigert.
Die Schauspielerin und leidenschaftliche Tierschützerin war im Dezember im Alter von 91 Jahren gestorben. Bardot wurde durch den Film „Und immer lockt das Weib“ bekannt, in dem sie eine Frau spielt, die selbstbewusst ihre Lust auslebt. Dies galt damals als skandalös und faszinierte viele Zuschauer deswegen umso mehr. Bis Anfang der 70er Jahre spielte Bardot in etwa 50 Filmen mit, sie gehörte damals zu den meistfotografierten Frauen der Welt.
1973 gab sie ihre Schauspielkarriere auf und widmete ihr Leben fortan den Tieren. Politisch bewegte sich Bardot nach rechtsaußen und wurde mehrfach wegen rassistischer Äußerungen zu Geldstrafen verurteilt.
Der Erlös der Auktion kommt der von Brigitte Bardot gegründeten Tierschutz-Stiftung und ihrem Sohn Nicolas-Jacques Charrier zugute. Der Witwer des Filmstars, Bernard d'Ormale, hatte die Versteigerung am Wochenende als „skandalös“ bezeichnet und angegeben, er sei nicht im Vorfeld informiert worden. Die Bardot-Stiftung wies dies zurück. (afp)
