Köln – Frau Treuherz ist – der Name lässt es bereits vermuten – eine sehr freundliche Frau. Und als der Klavierlehrerin eines Tages vor einem Geflügelhändler ein großer, kräftiger und schneeweißer Enterich auffällt, der in einem Käfig auf seinen Abtransport zum Schlachter wartet und sie hilfesuchend anschaut, kauft sie ihn kurzentschlossen. Fortan lebt er bei ihr und wirbelt ihr Leben ganz schön durcheinander.
Bezaubernd und federleicht
„Ellington“ von Marlies Bardeli und Illustratorin Ingrid Godon erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft. Und das gelingt den beiden so bezaubernd, federleicht und doch tiefgründig, dass „Ellington“ in diesem Jahr das „Junge Buch für die Stadt“ ist, der gemeinsamen Aktion von Stadtbibliothek Köln, Jungem Literaturhaus und „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Einladung an alle
„Ellington“ von Marlies Bardeli und Illustratorin Ingrid Godon ist im Wuppertaler Peter Hammer Verlag erschienen. Es kostet 16 Euro und ist überall im Buchhandel erhältlich.
Alle Schulen, Kindergärten, Gemeinden, Initiativen, Büchereien und Buchhandlungen sind herzlich eingeladen, sich mit einer Lesung oder einer Aktion rund um das Buch an der Literaturwoche zu beteiligen.
Anmeldungen bitte per Mail mit genauen Angaben zu dem Termin (Wer? Wann? Wo? Für wen? Eintritt?) an dieseE-Mail-Adresse: jungesbuch@dumont.de
Vom 19. bis 25. Juni wird sich in Köln alles um Frau Treuherz und den nach dem berühmten amerikanischen Jazzmusiker benannten, sehr musikalischen Erpel drehen. Dieser ist zunächst sehr glücklich, dem Kochtopf entkommen zu sein und lebt sich prächtig ein.
Er mag „Alle meine Entchen“ und schaukelt im Takt, wenn Frau Treuherz einen Vogelstimmenwalzer spielt. Nur als die Zwillinge Molly und Milly ein Lied spielen, in dem ein Wolf eine Ente verspeist, schnattert er böse.
Ellington wird immer trauriger
Aber irgendwann wird er trauriger und trauriger. Er will raus in die Natur, an den See, zu den anderen Enten. Doch Frau Treuherz will ihn nicht gehen lassen und tut alles, damit er bei ihr bleibt. Am Ende finden sie eine Lösung, die beide glücklich macht.
Doch wie die Geschichte ausgeht, wird hier natürlich nicht verraten. „Ellington“ ist eine warmherzige Geschichte über das Finden, Festhalten und Freilassen. Schon kleine Kinder begreifen, dass man Freunde manchmal loslassen muss, wenn man sie nicht verlieren will.
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Bereits seit 2003 gibt es die Literaturaktion „Ein Buch für die Stadt“ von Literaturhaus Köln und „Kölner Stadt-Anzeiger“. Und auch der Ableger ist mittlerweile etabliert. Nach „Der kluge Fischer“, „Alles lecker“, „Der Mondfisch in der Waschanlage“ und den „Märchen-Comics“ von Rotraut Susanne Berner ist „Ellington“ schon der fünfte Titel, der sich an das junge Publikum in der Stadt richtet.
Auftakt mit der Autorin
Den Auftakt macht eine Veranstaltung in der Zentralbibliothek am 19. Juni um 15 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Britta Weyers führt ein Theaterstück auf, das die Geschichte erzählt. Auch die Autorin Marlies Bardeli kommt dann nach Köln.
Eine Anmeldung über das System der Stadtbibliothek für die Auftaktveranstaltung ist erwünscht. An den folgenden Tagen gibt es sowohl in der Stadtbibliothek als auch im Jungen Literaturhaus viele Termine, die wir zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.


