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Zadik in Köln bekommt neue Direktorin

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Die Kölner Kunsthistorikerin Nadine Oberste-Hetbleck wird zum 1. Oktober 2020 Direktorin des Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung (Zadik) in Köln. Diese Meldung wäre keine allzu große Überraschung – Oberste-Hetbleck ist als Juniorprofessorin für Kunstgeschichte und Kunstmarkt an der Universität zu Köln eng mit dem Zadik verbandelt –, hätte sie nicht eigentlich einen anderen Posten antreten sollen. Im April dieses Jahres hatte die Documenta mitgeteilt, Oberste-Hetbleck werde ab August die Leitung des Documenta-Archivs übernehmen. Diese Stelle tritt nun Birgitta Coers vom Landesarchiv Baden-Württemberg an.

Aus „familiären Gründen“, so die Leitung der Documenta, habe sich Oberste-Hetbleck für einen Verbleib in Köln entschieden – offenbar zur Freude des scheidenden Amtsinhabers Günter Herzog, der im September 2020 in Ruhestand geht. „Es ist ein Glücksfall“, so Herzog und Klaus Gerrit Friese, Vorsitzender des Zadik-Trägervereins, „dass die neue, aber den DonatorInnen des Zadik bereits vertraute Leitung das Archiv in einer überaus dynamischen Wachstumsphase sozusagen im fliegenden Wechsel übernehmen und unter optimalen Bedingungen weiter entwickeln kann.“

Das 1992 gegründete Zadik ist das weltweit einzige Spezialarchiv zur Geschichte des Kunstmarkts. Ende 2014 wurde es An-Institut der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln, zu Beginn dieses Jahres wurde es als selbstständiges wissenschaftliches Institut der Philosophischen Fakultät in die Universität zu Köln eingegliedert. (KoM)

Oberste-Hetbleck