Lauf für guten Zweck12-jährige Ukrainerin mit Beinprothesen will zum Boston-Marathon

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Ukraine, Lwiw: Die 12-jährige Ukrainerin Jana Stepanenko zeigt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Boston Marathon 2024“.

Bei einem russischen Raketenangriff auf den Bahnhof von Kramatorsk verlor die 12-jährige Ukrainerin beide Beine. Jetzt bereitet sie sich mit Prothesen auf die Teilnahme am Boston-Marathon 2024 am 15. April vor.

In 2022 verlor Jana Stepanenko infolge eines russischen Raketenangriffs ihre Beine. Nun will die zwölfjährige Ukrainerin Spenden sammeln.

Rund zwei Jahre nach dem verheerenden russischen Raketenangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk will die überlebende Teenagerin Jana Stepanenko auf Prothesen eine Teilstrecke des berühmten Boston-Marathons in den USA mitlaufen.

Das Ziel der heute Zwölfjährigen, die bei dem Angriff beide Beine verlor, sei es, bei dem Lauf am 15. April mindestens einen Kilometer durchzuhalten, sagte ihre Trainerin Anastassija Matijok in einem ukrainischen Fernsehbericht, der in der Nacht zum Freitag ausgestrahlt wurde.

12-jährige Ukrainerin Jana Stepanenko möchte Geld für beinamputierten Soldaten sammeln

„Am Anfang rannten wir 50 Meter, danach 100, 200 Meter“, berichtete Stepanenko. Mit speziellen Sportprothesen habe sie viermal wöchentlich für den Marathon trainiert. „Am Anfang war es etwas beängstigend, irgendwo zu fallen oder hängenzubleiben“, erinnerte sie sich. Ihre Teilnahme an dem Rennen dient auch einem guten Zweck: Das Mädchen sammelt Geld für eine Sportprothese für einen beinamputierten ukrainischen Soldaten.

Eine Frau läuft zusammen mit einem Mädchen, die Beinprothesen hat, auf einer Laufstrecke.

Die 12-jährige Ukrainerin Jana Stepanenko trainiert für ihre Teilnahme am Bosten Marathon.

Der russische Angriff auf Kramatorsk jährt sich am kommenden Montag zum zweiten Mal. Bei dem Beschuss des Bahnhofs, an dem viele Menschen auf ihre Evakuierung warteten, waren am 8. April 2022 mehr als 50 Menschen getötet und über 110 weitere verletzt worden. Stepanenko erhielt ihre Prothesen später in den USA. Inzwischen lebt sie mit der ebenfalls bei dem Angriff verletzten Mutter und ihrem Bruder im westukrainischen Lwiw.

Die Ukraine wehrt seit mehr als zwei Jahren eine russische Invasion ab. Infolge der Kriegshandlungen wurden mehrere Hunderttausend Menschen getötet. Zehntausenden verletzten Menschen mussten Arme oder Beine amputiert werden. (dpa)

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