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Nach Suche in BerlinVermisste Schülerin ist tot – Verdächtiger festgenommen

Bei der Suche nach dem vermissten Mädchen ist eine Leiche gefunden worden. Auch ein Verdächtiger wurde gefasst – sein Zustand ist kritisch.

Nach der 13-Jährigen wurde seit Freitag mit einem Großaufgebot gesucht.

Nach der 13-Jährigen wurde seit Freitag mit einem Großaufgebot gesucht.

Bei der Suche nach einer vermissten 13-Jährigen aus Berlin-Marzahn ist eine Leiche gefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um das gesuchte Mädchen. Zuerst berichtete RTL über den Leichenfund.

Im Zusammenhang mit dem Tod des Mädchens wurde laut Staatsanwaltschaft auch ein Verdächtiger gefasst. Der Mann habe sich selbst schwer verletzt und befinde sich in einem kritischen Zustand, teilte Behördensprecher Michael Petzold mit.

Leiche und Verdächtiger wurden in Brandenburg gefunden

Die Schülerin Lisa T. wurde seit Dienstag vermisst. Die Ermittler gehen von einem Kapitalverbrechen aus. Als Kapitalverbrechen werden besonders schwere Verbrechen wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung oder schwere Sexualdelikte bezeichnet.

Der weibliche Leichnam und der männliche Schwerverletzte wurden im brandenburgischen Bad Freienwalde gefunden. Es sei davon auszugehen, dass der aufgefundene Schwerverletzte für den Tod von Lisa T. „verantwortlich“ sei und sich seine Verletzung selbst zugefügt habe.

Lisa T. war auf dem Weg zur Schule

Die 13-Jährige hatte ihr Wohnhaus am Dienstag gegen 7.20 Uhr verlassen, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Dort kam sie jedoch nicht an. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Behörden davon aus, dass Lisa nicht freiwillig ihr familiäres Umfeld verließ.

Polizisten brachten bei der Suche nach einem vermissten 13-jährigen Mädchen in Berlin-Marzahn Fahndungsplakate in den Häusern der Umgebung an. (Archivbild)

Polizisten brachten bei der Suche nach einem vermissten 13-jährigen Mädchen in Berlin-Marzahn Fahndungsplakate in den Häusern der Umgebung an. (Archivbild)

Die Polizei startete am Freitag eine großangelegte Suche mit Hunderten Beamten. Die Ermittler gingen von Tür zu Tür, sprachen mit Anwohnern, verteilten Zeugenaufrufe und suchten die Umgebung ab. Auch Spürhunde, ein Hubschrauber und eine Unterwasserdrohne kamen zum Einsatz.

Hinweistelefon eingerichtet

Der Schwerpunkt der Ermittlungen lag laut Staatsanwaltschaft auf dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Nord-Osten Berlins, wo das Mädchen wohnte. Abgesucht wurden auch umliegende Grünanlagen und die Umgebung des Kaufparks Eiche, einem großen Einkaufszentrum. Die Ermittler waren laut Polizei zum einen im direkten Wohnumfeld unterwegs, aber auch auf Wegen und Strecken, die die Schülerin in ihrer Freizeit und im Schulalltag nutzte.

Für die Suche nach Lisa T. bat die Polizei immer wieder die Bevölkerung um Mithilfe. Die Beamten richteten ein Hinweistelefon ein und baten mögliche Zeugen, sich telefonisch oder per Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts zu melden. (dpa/afp/red)