Der internationale bekannte Rapper soll eine 13-Jährige missbraucht und getötet haben. Diese war zerstückelt aufgefunden worden.
Zerstückelte Leiche im AutoMordanklage gegen Rapper D4vd – Todesstrafe droht

Rapper und Sänger D4vd bei einer „Variety“-Veranstaltung. (Archivbild)
Copyright: AFP
Der US-amerikanische Sänger David Burke, besser bekannt unter seinem Künstlernamen D4vd, wurde am Montag in Los Angeles offiziell des Mordes an der Teenagerin Celeste Rivas Hernandez angeklagt. Das berichtet unter anderem die „New York Times“. Dem 21-Jährigen werden neben Mord unter erschwerenden Umständen auch sexueller Missbrauch einer Minderjährigen sowie die Verstümmelung einer Leiche vorgeworfen. Burke plädierte bei der Anhörung auf nicht schuldig.
Schwere Vorwürfe und drohende Höchststrafe
Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles County wirft Burke vor, die damals 13-jährige Celeste Rivas Hernandez über einen Zeitraum von einem Jahr sexuell missbraucht zu haben. Nachdem das Opfer gedroht habe, die Vorwürfe öffentlich zu machen und damit seine Karriere zu ruinieren, soll Burke die Jugendliche laut Anklage mit einer scharfen Waffe getötet haben.
Nathan J. Hochman, der Bezirksstaatsanwalt, gab bekannt, dass die Anklage besondere Umstände umfasst:
- Mord aus dem Hinterhalt
- Mord zur Erlangung finanzieller Vorteile
- Tötung einer Zeugin
Aufgrund dieser Einstufung droht Burke im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Bewährung oder die Todesstrafe. Eine Entscheidung darüber, ob die Todesstrafe gefordert wird, steht laut Hochman noch aus.
Fund der sterblichen Überreste
Der Fall sorgte bereits im September 2025 für internationales Aufsehen, als stark verweste menschliche Überreste im Kofferraum von Burkes Tesla entdeckt wurden. Das Fahrzeug war zuvor wochenlang auf einer öffentlichen Straße geparkt und schließlich abgeschleppt worden.
Die Gerichtsmedizin identifizierte die Leiche als die seit April 2025 vermisste Celeste Rivas Hernandez aus Lake Elsinore. Laut Ermittlungsberichten wurde der Körper zerteilt in zwei Taschen im vorderen Kofferraum des Wagens deponiert. Die Verstümmelung soll demnach um den 5. Mai 2025 stattgefunden haben.
Verteidigung weist Schuld von sich
Die Anwälte von Burke kündigten an, seine Unschuld entschieden zu verteidigen. In einer Stellungnahme erklärten sie, dass die Beweislage zeigen werde, dass David Burke weder der Mörder sei noch die Todesursache zu verantworten habe. Auch seine Familie sicherte dem Musiker, der unter anderem durch den Soundtrack für „Fortnite“ und das Album „Withered“ bekannt wurde, volle Unterstützung zu.
Der Polizeichef von Los Angeles, Jim McDonnell, bezeichnete die Ermittlungen als außergewöhnlich komplex. Die starke Zersetzung der Leiche habe die Bestimmung der Todesursache erheblich verzögert. Ein detaillierter Bericht der Gerichtsmedizin soll in Kürze veröffentlicht werden. Ein vorläufiger Termin für die nächste Anhörung wurde für Donnerstag angesetzt. Burke verbleibt bis dahin ohne Kaution in Haft. (jag)
