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Schwerer VerkehrsunfallVerdacht auf illegales Autorennen nach Ferrari-Crash in Düsseldorf

Ein gelber Luxussportwagen kracht in Düsseldorf gegen einen Brückenpfeiler. Die Polizei ermittelt wegen eines verbotenen Straßenrennens.

Polizei Symbolbild.

Ein gelber Ferrari kracht in Düsseldorf gegen einen Brückenpfeiler. Die Polizei prüft den Verdacht auf ein verbotenes Autorennen. (Symbolbild)

Ein gelber Ferrari ist in Düsseldorf frontal gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Der 18 Jahre alte Fahrer und sein 17 Jahre alter Beifahrer wurden leicht verletzt. Die Polizei prüft, ob der Unfall die Folge eines illegalen Autorennens mit einem BMW war.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben des WDR am späten Donnerstagabend nahe des Medienhafens. Die „Rheinische Post“ nennt dagegen die Nacht zu Freitag und die Kreuzung Völklinger Straße/Plockstraße am dortigen Überflieger. Beide Berichte stimmen darin überein, dass der Ferrari gegen einen Pfeiler der Brücke prallte und zwei Insassen verletzt wurden. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem Wagen um einen Ferrari 296 GTB mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, der 2023 zugelassen wurde. Laut Rheinische Post leistet der Verbrenner 663 PS, der Elektromotor 167 PS, die Systemleistung liegt bei 830 PS.

Zunächst war von einem vollelektrischen Ferrari „Luce“ mit mehr als 1.000 PS berichtet worden. Das ließ sich nicht bestätigen. Der WDR stellte richtig, dass es sich um einen Ferrari 296 GTB mit E-Kennzeichen handelt.

Verdacht auf illegales Autorennen: Polizei sichert Spuren

Die Polizei prüft, ob der Ferrari und ein BMW vor dem Unfall ein illegales Rennen gefahren sind. Nach ersten Erkenntnissen waren beide Wagen stadtauswärts unterwegs. Im Kreuzungsbereich unter einer Brücke soll der Ferrari mit hoher Geschwindigkeit zum Überholen angesetzt haben. Dabei habe der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, berichtet der WDR unter Berufung auf die Polizei Düsseldorf.

Der 18 Jahre alte BMW-Fahrer konnte laut Polizei rechtzeitig bremsen und kam unmittelbar hinter dem Ferrari zum Stehen. Drei weitere Insassen des BMW blieben unverletzt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 320.000 Euro.

Weil die Lage den Einsatzkräften auffällig erschien, zog die Polizei ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam hinzu. Die Beamten sicherten laut WDR über mehrere Stunden Spuren. Dabei erhärtete sich nach ersten Erkenntnissen der Verdacht auf ein illegales Rennen. Die Unfallstelle wurde erst gegen 4.30 Uhr freigegeben.

Die „Rheinische Post“ berichtet, die Völklinger Straße und die Plockstraße seien im Bereich der Unfallstelle mehrere Stunden gesperrt gewesen. Ferrari und BMW stellte die Polizei sicher. Den Fahrern droht eine Strafanzeige. (red)