Zwei Männer sitzen in U-Haft. Sie sollen Transpersonen aus Brasilien nach Deutschland geschleust und ausgebeutet haben.
Durchsuchungen in NRWMänner sollen Transpersonen ausgebeutet haben – zwei Festnahmen

Blick auf das Gebäude der EU-Polizeibehörde Europol in Den Haag. (Archvbild)
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Ermittler haben in Nordrhein-Westfalen zwei mutmaßliche Menschenhändler festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, Transpersonen aus Brasilien nach Deutschland geschleust, zur Prostitution gezwungen und finanziell ausgebeutet zu haben.
Die Festnahmen erfolgten nach Durchsuchungen in Köln, Düsseldorf und im Raum Siegen. Das Amtsgericht Gießen setzte anschließend Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen in Vollzug. Die Ermittlungen richten sich gegen eine bundesweit agierende Tätergruppe brasilianischer Herkunft.
Opfer zur Prostitution gezwungen – Ermittlungen bis nach Brasilien
Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden die Betroffenen über mehrere Jahre nach Deutschland gebracht und hier zur Prostitution gezwungen. Die Ermittler werfen der Gruppe Menschenhandel, gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern und Geldwäsche vor.
Die Kriminaldirektion Mainz führt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Gießen bereits seit September 2025 verdeckte Ermittlungen gegen die mutmaßliche Tätergruppe. Im Januar richtete Europol gemeinsam mit mehreren Behörden, darunter auch aus Brasilien, eine Task Force ein.
Parallel zu den Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen wurden in Brasilien 13 mutmaßliche Briefkastenfirmen durchsucht, die nach bisherigen Erkenntnissen für Geldwäsche genutzt worden sein sollen. Zudem wurden Bankkonten und Immobilien gepfändet. Die Ermittlungen dauern an. (dpa/red)
