Der Microsoft-Gründer wurde in den veröffentlichten Epstein-Akten schwer belastet. Nun räumt er Fehler ein.
Epstein-EnthüllungenBill Gates räumt zwei Affären mit russischen Frauen ein

Bill Gates gehört zu den wohlhabendsten Menschen der Welt. (Archivfoto)
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Die Affäre um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat Bill Gates angeblich zu einem Geständnis gezwungen. Der Microsoft-Gründer gab zu, eine Beziehung mit zwei Russinnen gehabt zu haben. Dies berichtet das „Wall Street Journal“.
Laut dem Mediebericht räumte der 70-Jährige dies vor den Mitarbeitern seiner Stiftung ein. Er gestand auch, dass er viel Zeit mit Epstein im Ausland verbracht habe und in seinem Privatflugzeug sei er auch häufig mitgeflogen.
Epstein-Akten: Bill Gates gibt Affären mit zwei Russinnen zu
Anfang Februar hatte bereits Melinda Gates, Ex-Frau von Bill Gates, in einem Interview über die Epstein-Akten gesprochen. „Es ist persönlich schwer für mich, wenn solche Details auftauchen“, sagte Melinda Gates gegenüber dem Radiosender NPR. Sie sei froh, „all dem Dreck“ entkommen zu sein.
Der Name Bill Gates wird mehrfach in den Epstein-Dokumenten genannt. In einer im Jahr 2013 von Epstein verfassten E-Mail erhebt der Sexualstraftäter etwa die Anschuldigung, dass Gates außerehelichen Sex gehabt habe. Als Geschäftspartner von Gates sei er zudem aufgefordert worden, Dinge zu tun, die „möglicherweise die Grenze zum Illegalen überschritten“.
Bill Gates wehrte sich gegen Anschuldigungen in den Epstein-Akten
Der Milliardär hatte diese Angaben bereits kurz nach der Veröffentlichung der Dokumente zurückgewiesen. „Diese Behauptungen sind absolut absurd und völlig falsch“, teilte ein Sprecher des Microsoft-Gründers angesichts der veröffentlichten Akten mit. Nun also das Geständnis.
Mehrere Prominente in den USA, unter ihnen der frühere Präsident Bill Clinton und seine Ehefrau Hillary, aber auch Donald Trump, sehen zwar durch ihre Verbindung zu Epstein ihren Ruf beeinträchtigt - rechtliche Konsequenzen gab es bisher jedoch einzig für Ghislaine Maxwell.
Hillary Clinton soll im Zusammenhang mit den Epstein-Enthüllungen am 26. Februar vor dem Ausschuss aussagen, ihr Mann am 27. Februar. Demokraten wie die Clintons werfen der Regierung vor, den Epstein-Skandal für parteipolitische Zweck instrumentalisieren zu wollen. Der republikanische Präsident Donald Trump, der wie die Clintons Verbindungen zu Epstein hatte, wurde vom Ausschuss nicht zur Aussage vorgeladen. (mbr)

