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Paketbombe vor WohnhausExplosion erschüttert Monaco – Ermittler fahnden nach Täter

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An diesem Wohnhaus in Monaco soll die Paketbombe explodiert sein.

An diesem Wohnhaus in Monaco soll die Paketbombe explodiert sein.

Drei Menschen wurden bei der Explosion schwer verletzt. Der Anschlag könnte einem ukrainischen Oligarchen gegolten haben.

Ein abgestelltes Paket, wenige Augenblicke später eine gewaltige Explosion: Vor einem Wohnhaus im Fürstentum Monaco sind drei Menschen schwer verletzt worden. Während Ermittler den mutmaßlichen Täter suchen, schließen die Behörden einen Terroranschlag nach derzeitigem Stand aus.

Die Explosion ereignete sich am Montagabend am Eingang eines Wohngebäudes. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte ein Mann zuvor ein Paket abgelegt und war anschließend zu Fuß geflüchtet. Kurz nachdem Bewohner an der Haustür erschienen waren, detonierte der Sprengsatz. Zwei weitere Menschen wurden durch Splitter berstender Schaufensterscheiben verletzt.

Frau schwebt in Lebensgefahr – Identität der Opfer bleibt offiziell offen

Die monegassische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchter Tötung und einer Sprengstoffstraftat. „Es gebe zurzeit keine Hinweise“ auf einen Terroranschlag, sagte Staatsanwalt Stéphane Thibault. Der Verdächtige ist bislang nicht gefasst. Die Polizei wertet unter anderem Aufnahmen einer Überwachungskamera aus, um seinen Fluchtweg nachzuvollziehen. Unterstützung erhält sie dabei auch von französischen Sicherheitskräften.

Drei Menschen wurden bei der Explosion verletzt, die Polizei sucht nach dem Täter.

Drei Menschen wurden bei der Explosion verletzt, die Polizei sucht nach dem Täter.

Zu den Opfern macht die Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben. Nach Medienberichten aus Monaco, Frankreich und der Ukraine soll es sich um den ukrainischen Geschäftsmann Wadym Jermolajew, seine Ehefrau und den 13 Jahre alten Sohn des Paares handeln. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

Ermittler prüfen das Motiv – Staatsanwalt schließt Terror aus

Die Verletzten wurden in Kliniken im südfranzösischen Nizza gebracht. Die Frau schwebt nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiterhin in Lebensgefahr. Der Mann befindet sich nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand, auch der Sohn außer Lebensgefahr. Die Opfer konnten bislang noch nicht vernommen werden.

Nach Angaben der Ermittler lebt der schwer verletzte Mann spätestens seit 2021 in Monaco. Gegen ihn laufen dort keine Ermittlungen, zudem werde er von keiner ausländischen Behörde gesucht.

Fürst Albert II. spricht von „Schock“ für Monaco

Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen „Anschlag“. Es sei eine „Tragödie, die Monaco erschüttert“, schrieb Éric Ciotti. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.

Fürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die „kriminelle Explosion“ einen „einen Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft“ darstelle. Alle zuständigen staatlichen Dienste seien derzeit mobilisiert, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. „Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden“, hieß es. (dpa/afp/sbo)