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Düstere JahresbilanzFeuer setzten Deutschlands Wäldern 2025 besonders stark zu

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Flammen fressen sich während der Hitzewelle im Juni 2026 durch ein Naturschutzgebiet im Kreis Bad Kreuznach.

Flammen fressen sich während der Hitzewelle im Juni 2026 durch ein Naturschutzgebiet im Kreis Bad Kreuznach.

So viel Wald wie seit Jahren nicht mehr ist 2025 in Deutschland verbrannt. Vor allem ein Großbrand prägte die Bilanz.

Flammen fraßen sich durch Wälder, Rauch stand über Baumkronen: 2025 hat in Deutschland so viel Wald gebrannt wie seit Jahren nicht mehr. Besonders ein einziger Großbrand in Sachsen treibt die Bilanz nach oben. Insgesamt wurden 2626 Hektar Wald zerstört – eine Fläche so groß wie die Nordseeinsel Norderney.

Damit lag die verbrannte Waldfläche nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Zwischen 1991 und 2024 waren im Schnitt 844 Hektar pro Jahr von Waldbränden betroffen. Nur in den Jahren 1992, 2019 und 2022 fiel die Bilanz noch schlechter aus.

Großbrand in Sachsen prägt die Bilanz entscheidend

Den größten Anteil an der zerstörten Fläche hatte der Großbrand in der Gohrischheide Anfang Juli. Allein dort verbrannten 1867 Hektar Wald. Ohne dieses Feuer wäre die Jahresbilanz deutlich niedriger ausgefallen. Auch der Waldbrand in Brombach fällt in die Statistik.

Flammen sind bei einem Waldbrand in der Gohrischheide zu sehen. Im vergangenen Jahr verbrannte in Deutschland besonders viel Wald.

Flammen sind bei einem Waldbrand in der Gohrischheide zu sehen. Im vergangenen Jahr verbrannte in Deutschland besonders viel Wald.

Die Zahl der Brände stieg ebenfalls spürbar an. Insgesamt registrierten die Behörden 1175 Waldbrände. Das sind zwar nur etwas mehr als im langjährigen Durchschnitt von 1139 Bränden, gegenüber dem außergewöhnlich regenreichen Jahr 2024 hat sich die Zahl der Feuer jedoch mehr als verdoppelt.

Trockenes Frühjahr ließ die Zahl der Waldbrände deutlich ansteigen

Als wesentliche Ursache gilt das trockene Frühjahr 2025. Bereits im April wurden 233 Waldbrände gezählt, auch in den folgenden Monaten Mai, Juni und Juli blieb die Zahl der Feuer hoch.

Nach den Auswertungen entstand mehr als ein Viertel der Brände durch fahrlässiges Verhalten, etwa von Campern, Waldbesuchern oder Kindern. Bei knapp jedem fünften Feuer gehen die Ermittler von vorsätzlicher Brandstiftung aus. In fast der Hälfte aller Fälle konnte die Ursache bislang nicht geklärt werden.

Zur Entwicklung im laufenden Jahr liegen nach Angaben der Bundesanstalt bislang noch keine Zahlen vor. Während der Hitzewelle im Juni war beispielsweise in Leverkusen die Waldbrandgefahr erhöht.(dpa/afp/sbo)