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Gescheiterte HinrichtungTödliche Injektion misslingt – Mörderin im Krankenhaus

2 min
Dieses vom Strafvollzugsamt von Tennessee zur Verfügung gestellte Foto zeigt Christa Pike am 12. Januar 2023.

Die Hinrichtung von Christa Pike lief nicht nach Plan. (Archivfoto) 

Nach einem gescheiterten Hinrichtungsversuch an Christa Pike in Tennessee hat Gouverneur Bill Lee eine unabhängige Untersuchung angeordnet und die nächste geplante Exekution verschoben.

In Tennessee ist der Versuch gescheitert, die zum Tode verurteilte Christa Pike hinzurichten. Laut dem Justizvollzugsministerium wurde das etablierte Protokoll der tödlichen Injektion befolgt, doch die verabreichten Chemikalien führten nicht zum Tod. Pike wurde in der Nacht zum 1. Oktober 2026 in ein externes Krankenhaus gebracht. Bis spät am Abend war unklar, ob sie noch lebte.

Zeugen der Hinrichtung berichteten, dass Pike sich nach der Verabreichung der beiden Injektionen über starke Schmerzen beschwerte. Während ein Krankenwagen eintraf, wurden Medienvertreter aus dem Beobachtungsraum verwiesen. Die Anwälte des Verurteilten sprachen von „unnötigen Qualen“ und kritisierten unter anderem die schwierigen Venenverhältnisse sowie das Protokoll.

Fall Christa Pike: Gouverneur ordnet Untersuchung an

Gouverneur Bill Lee erklärte, er habe eine umfassende, unabhängige Untersuchung der Vorgänge angeordnet. Gleichzeitig verschob er die für den 3. Dezember geplante Hinrichtung von Gary Wayne Sutton. „Die Vollstreckung eines rechtmäßig verhängten Urteils gehört zu den ernsthaftesten Aufgaben des Staates. Die Menschen in Tennessee erwarten, dass sie nicht nur rechtmäßig und verfassungsgemäß, sondern auch wirksam erfolgt“, sagte Lee.

Christa Pike wurde 1995 wegen des besonders brutalen Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Seit fast 30 Jahren sorgt er für massive mediale Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch zahlreiche Dokumentationen. Die Satanistin und ihre Komplizen hatten ihr Opfer in einen Wald bei Knoxville gelockt und es mit großer Grausamkeit getötet. Pike wäre die erste Frau seit mehr als 200 Jahren gewesen, die in Tennessee hingerichtet worden wäre.

Der äußerst brutale Mordfall hatte zuvor mehrere Gerichtsinstanzen durchlaufen, darunter das 6. US-Berufungsgericht und der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Dieser gescheiterte Versuch reiht sich in eine Reihe problematischer Exekutionen in dem Bundesstaat ein. (mbr)