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Großeinsatz gegen FlammenWaldbrände in NRW, Brandenburg und den Niederlanden

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Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand bei Friesenhagen

Bei Friesenhagen kämpften zeitweise mehr als 400 Kräfte gegen die Flammen.

Zahlreiche Wald- und Vegetationsbrände hielten am Wochenende Einsatzkräfte in Deutschland und den Niederlanden in Atem.

Zahlreiche Brände in Wäldern und Vegetationsflächen hielten am langen Maiwochenende Einsatzkräfte in diversen Bundesländern und den Niederlanden in Atem. Die Ausbreitung der Flammen wurde durch Dürre und kräftige Windböen beschleunigt.

Der bisher ausgedehnteste Waldbrand dieser Saison wütet in Brandenburg auf einem früheren Militärgelände nahe Jüterbog. Ein Areal von über 30 Hektar steht laut Angaben der Rettungskräfte in Flammen. Die Löscharbeiten werden erheblich erschwert, weil sich Munition im Erdreich befindet. Wiederholte Explosionen lassen direkte Brandbekämpfungsmaßnahmen nur begrenzt zu. Zur Eindämmung der Flammen werden von den Helfern Brandschneisen errichtet.

Waldbrand bei Jüterbog

Der Waldbrand auf dem mit Kampfmitteln belasteten Gelände bei Jüterbog ist der bislang größte Waldbrand in dieser Saison in Brandenburg.

Auch NRW und Köln von Feuern betroffen

Mehrere Brände wurden ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen gemeldet. Im Sauerland gerieten bei Attendorn und Werdohl Waldgebiete und Böschungen in Brand, was den Einsatz von zeitweise hunderten Feuerwehrkräften erforderte. In Werdohl konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein Wohngebiet durch die Einsatzkräfte verhindert werden.

In Köln-Dellbrück wurde ein kleineres Feuer nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht. Zur Unterstützung der Löscharbeiten in NRW wurden auch Drohnen und teilweise Helikopter eingesetzt.

Waldbrand auf munitionsbelastetem Gelände bei Jüterbog

Wegen im Boden liegender Munition gestaltet sich die Brandbekämpfung bei Jüterbog schwierig.

Brandeinsätze in Hessen, Rheinland-Pfalz und den Niederlanden

Nahe Romrod in Hessen entfachte sich ein Feuer erneut, das zuvor als gelöscht galt. Auf einer Fläche von rund einem Hektar kämpften circa 100 Helfer gegen Glutnester; fahrlässige Brandstiftung wird als möglicher Auslöser untersucht. Auch bei Friesenhagen in Rheinland-Pfalz war ein größerer Einsatz notwendig, bei dem über 400 Personen auf etwa vier Hektar in abschüssigem Terrain die Flammen bekämpften.

In den Niederlanden nähern sich die internationalen Löschoperationen bei ausgedehnten Vegetationsbränden ihrem Ende. Westlich der Stadt Weert gelang es Helfern aus verschiedenen Nationen, einschließlich Deutschland, die Brände größtenteils unter Kontrolle zu bringen. Die Rückkehr der Feuerwehrleute aus Nordrhein-Westfalen ist für Sonntag geplant.

Waldbrand bei Attendorn

Beim Waldbrand bei Attendorn kam Hilfe aus der Luft.

Nach derzeitigem Kenntnisstand kam bei den vielfältigen Einsätzen keine Person zu Schaden. Die Gefahr von Waldbränden ist wegen der fortdauernden Dürre in zahlreichen deutschen Gebieten aber nach wie vor hoch. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.