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Nach lebensbedrohlichem GesundheitszustandSchwester von europäischem Reiseleiter fordert dessen Freilassung aus Zelle im Iran

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Teilnehmer einer Demonstration gegen das iranische Regime halten auf der Straße Lange Mühren einen überdimensionale iranische Flagge.

Laut Angaben der Schwester von Bernard Phelan haben sich seine Herzprobleme unter den problematischen Haftbedingungen verschlechtert. (Symbolbild)

Dem inhaftierten Reiseleiter Bernard Phelan geht es laut seiner Schwester immer schlechter. Schuld seien die schwierigen Haftbedingungen.

Dem im Iran inhaftierten Reiseleiter Bernard Phelan, der die französische und die irische Staatsangehörigkeit besitzt, geht es nach Angaben seiner Schwester zunehmend schlechter. Sein Gesundheitszustand sei „besorgniserregend und seine Aussichten sind lebensbedrohlich“, erklärte die in Frankreich lebende Schwester des Festgenommenen, Caroline Massé-Phelan, am Dienstag. Sie forderte „seine sofortige Freilassung aus humanitären Gründen“.

Unter anderem hätten sich seine Herzprobleme und seine Sehkraft unter den schwierigen Haftbedingungen verschlechtert. Zudem drohe der psychische Zustand ihres Bruder mit jedem Tag „in eine Depression“ abzurutschen.

Strafmaßerhöhung nach hinfälliger Begnadigung

Anfang Januar war Phelan in einen Hungerstreik getreten, den er jedoch auf Bitten seiner Familie aussetzte. Bei einer ersten Anhörung am 20. Februar sei er zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, aber aufgrund seines Alters und seines schlechten Gesundheitszustands aus humanitären Gründen vom Gericht begnadigt worden, erklärte Phelans Schwester.

Sechs Tage später sei er dann erneut dem Gericht vorgeführt worden „mit einer Vorankündigung von 20 Minuten und ohne seinen eigenen Anwalt, aber immer noch mit einem Anwalt des Regimes“. Ihm sei mitgeteilt worden, dass die Begnadigung hinfällig sei. Stattdessen sei sein Strafmaß auf sechseinhalb Jahre Haft erhöht worden.

Es wurden keine Dokumente aus dem Gerichtsverfahren veröffentlicht.
Caroline Massé-Phelan

„Es wurden keine Dokumente aus dem Gerichtsverfahren veröffentlicht“, berichtete Caroline Massé-Phelan. Der 64-jährige Bernard Phelan war im Oktober auf einer Reise festgenommen und der „Bereitstellung von Informationen an ein feindliches Land“ für schuldig befunden worden - eine Anklage, die er bestreitet.

Er wird in einer Zelle in Maschchad im Nordosten des Landes festgehalten. Wiederholten Ersuche des französischen Außenministeriums um seine Freilassung blieben bislang erfolglos. (afp)