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Royale BelastungsprobeEhemann Haakon und Tochter eilen zu Kronprinzessin Mette-Marit

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Mette-Marit mit Sauerstoffgerät bei offiziellem Termin

Kronprinzessin Mette-Marit braucht inzwischen immer häufiger ein Sauerstoffgerät. (Archivbild)

Die schwere Krankheit von Mette-Marit und sinkender Zuspruch für die Monarchie stellen Kronprinz Haakon vor eine Zerreißprobe.

Die schwere Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit und eine Vertrauenskrise der Monarchie stellen Kronprinz Haakon vor eine beispiellose Belastungsprobe.

Obwohl Kronprinz Haakon von Norwegen seit geraumer Zeit pflichtbewusst alle repräsentativen Aufgaben erfüllt, ist seine Aufmerksamkeit auf seine Ehefrau gerichtet. Der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit, die an einer pulmonalen Erkrankung leidet, ist besorgniserregend. Diese Tatsache unterstrich der norwegische Thronerbe diese Woche bei einer offiziellen Visite in Japan.

Die ernste Lage veranlasste ihn, den Japan-Besuch um einen Tag zu reduzieren. „Ich fühle mich weit weg von daheim“, äußerte Haakon gegenüber der Presse. „Es ist wichtig, nach Hause zu kommen und mit Mette zusammen zu sein.“ Um ihrer Mutter ebenfalls beizustehen, plant auch Erbprinzessin Ingrid Alexandra, ihr Studium in Sydney vorläufig zu pausieren.

Krankheit, Vorwürfe und Kontroversen

Die Diagnose Lungenfibrose wurde bei Mette-Marit bereits 2018 gestellt. Diese unheilbare Erkrankung äußert sich durch Symptome wie Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten. Schon im Dezember gab der norwegische Hof bekannt, dass die Kronprinzessin auf eine Lungentransplantation angewiesen sein wird. Seither soll sich ihr Zustand stetig verschlechtert haben, weshalb sie bei jüngsten öffentlichen Terminen teilweise ein Sauerstoffgerät nutzte.

Norwegische Königsfamilie

Ingrid Alexandra (Mitte) kehrt nach Hause zurück, um bei ihrer Mutter Mette-Marit (rechts) zu sein. Und sicher auch, um Papa Haakon (links) bei seinen Aufgaben zu unterstützen. (Archivbild)

Die gesundheitlichen Belastungen wurden durch öffentliche Kontroversen um die Familie noch verstärkt. So sah sich Marius Borg Høiby, Mette-Marits ältester Sohn aus einer früheren Beziehung, mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert, die gerichtlich verhandelt wurden. Überdies geriet die Kronprinzessin selbst in die Kritik, nachdem Akten im Fall Jeffrey Epstein Einzelheiten zu ihrer Verbindung mit dem rechtskräftig verurteilten Sexualstraftäter enthüllten.

Zu ihrer langjährigen Bekanntschaft mit Epstein erklärte Mette-Marit nach einer langen Phase des öffentlichen Schweigens im norwegischen TV: „Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war.“ In der norwegischen Bevölkerung wird ihr Umgang mit der Situation teils als unbedarft wahrgenommen; manche zweifeln an ihrer Eignung als künftige Monarchin. Gleichzeitig existiert viel Mitgefühl für die schwer erkrankte Kronprinzessin. Haakons Bemühen um Zuversicht wird in seiner Aussage deutlich, auch wenn es ihm erkennbar nicht leichtfällt: „Wir müssen einfach versuchen, so gut wie möglich damit umzugehen“.

Die Bürde der Krone lastet zunehmend auf Haakon

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Kronprinz Haakon steht Rede und Antwort zu Krisen und Krankheiten. (Archivbild)

Die Verantwortung für die Monarchie konzentriert sich immer mehr auf Kronprinz Haakon. Seine Eltern, König Harald V. und Königin Sonja, sind beide bald 90 Jahre alt und haben wiederholt mit gesundheitlichen Beschwerden zu tun. So musste Königin Sonja kürzlich in kurzer Folge zweimal wegen Herzbeschwerden stationär versorgt werden. Sowohl König Harald als auch seine 94-jährige Schwester, Prinzessin Astrid, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch repräsentative Pflichten wahrnimmt, sind auf einen Herzschrittmacher angewiesen.

König Harald V. schließt eine Abdankung bislang aus. Sein Sohn äußerte sich dazu unlängst anerkennend: „Ich finde es beeindruckend, wie der König und die Königin weiterhin ihre offiziellen Aufgaben wahrnehmen“. Er fügte hinzu: „Und ich finde, sie machen viel mehr, als man erwarten kann.“ Die Hilfe seiner Eltern ist für Haakon essenziell, da er neben der Sorge um seine erkrankte Frau auch die Verantwortung für die noch jungen Kinder, Erbprinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20), trägt.

Weihnachten bei den norwegischen Royals

Ist in letzter Zeit ziemlich gestraft: die norwegische Königsfamilie - hier Weihnachten 2024. (Archivbild)

Sinkender Zuspruch für das norwegische Königshaus

Die vorübergehende Rückkehr von Ingrid Alexandra aus Australien könnte ein Indiz für den Ernst der Lage sein und verdeutlichen, wie dringend Haakon Unterstützung benötigt. Es geht nicht nur um die Bewältigung familiärer Krisen, sondern um den Fortbestand der norwegischen Monarchie.

Eine neue Erhebung im Auftrag des Senders NRK zeigt einen schwindenden Rückhalt: Lediglich 64 Prozent der Bevölkerung befürworten die Monarchie, was einen signifikanten Abfall von 81 Prozent im Jahr 2017 darstellt. Die Popularität des Königshauses hing lange stark an König Harald V., der wegen seiner unprätentiösen Art und seiner skandalfreien Amtszeit hohes Ansehen genießt. Die nachfolgende Generation hat hingegen für Turbulenzen gesorgt.

Die Umfrageergebnisse zeigen zudem, dass ein Drittel der Norweger für eine Abschaffung der Staatsform nach dem Ende von Haralds Regentschaft plädiert. Insbesondere bei jungen Menschen ist die Skepsis groß: Unter den 18- bis 29-Jährigen spricht sich nur noch rund die Hälfte für den Erhalt der Monarchie aus. Dies signalisiert eine herausfordernde Phase für den Thronfolger, dessen Bürde in naher Zukunft kaum geringer werden dürfte. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.