Ein Gewitter zieht auf und kein Schutz in Sicht? So verhalten Sie sich im Freien richtig, um sich vor Blitzen zu schützen.
Lebensgefahr bei GewitterSo schätzen Sie die Entfernung ein und schützen sich

Gewitter können schnell aufziehen: Sommerliche Wärmegewitter entstehen oft innerhalb weniger Minuten und erfordern schnelles Handeln.
Copyright: Patrick Pleul/dpa
Selbst bei aufmerksamer Beobachtung von Wetter-Anwendungen können Unwetter mitunter rascher aufkommen als prognostiziert. „Vor allem die ortsgenaue Vorhersage sommerlicher Wärmegewitter ist extrem schwierig“, verlautet vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Ursache hierfür liegt darin, dass sich derartige Wetterphänomene häufig binnen weniger Minuten entwickeln.
Der DWD erläutert eine Methode zur ungefähren Distanzbestimmung eines Gewitters: Man ermittelt die Sekunden zwischen der Sichtung eines Blitzes und dem nachfolgenden Donnergeräusch. Dividiert man diesen Wert durch drei, erhält man die ungefähre Entfernung des Unwetters in Kilometern.
Unmittelbare Gefahr: Wann sofortiger Schutz erforderlich ist
Schon das Hören von Donner signalisiert eine Gewitterdistanz von unter zehn Kilometern, weshalb man sich unverzüglich in Sicherheit begeben sollte. Beträgt die Zeitspanne zwischen Blitz und Donnergeräusch zehn Sekunden oder eine geringere Dauer, herrscht nach Auskunft des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) eine unmittelbare Bedrohung für das Leben. Es ist dann zwingend notwendig, Schutz aufzusuchen, vorzugsweise in einem massiven Bauwerk oder einem Fahrzeug. Der Aufenthalt im Freien während eines Gewitters ist mit erheblichen Risiken verbunden; ein Blitzeinschlag kann tödliche Konsequenzen haben.
Was ist jedoch zu tun, falls man während einer Radtour, beim Wandern oder anlässlich eines Ausflugs an einen Badesee von einem Unwetter heimgesucht wird und sich in der Umgebung keine geschützte Zuflucht befindet?
Korrekte Verhaltensweisen unter freiem Himmel
In diesem Fall sind folgende Maßnahmen zu ergreifen: Halten Sie Distanz zu Bäumen und Masten. Einzeln stehende Bäume, Baumansammlungen, Waldränder, hohe Bauwerke und Masten, Zäune aus Metall sowie Wasserflächen sind zu meiden. Man sollte zudem vermeiden, den höchsten Punkt im Gelände darzustellen. Gegenstände wie Regenschirme, Wanderstöcke, das Fahrrad oder andere Objekte aus Metall sollten in mehreren Metern Entfernung platziert werden.
Laut DWD ist die effektivste Schutzhaltung, sich in einer Vertiefung im Boden oder einer Senke hinzuhocken. Dabei sollten die Füße dicht beieinander stehen und die Arme die Beine umschließen. Diese Position reduziert die Gefahr eines direkten Treffers durch einen Blitz. Falls Sie in einer Gruppe unterwegs sind, ist es ratsam, während des Unwetters nicht eng beieinander zu verweilen. Stattdessen sollte ein Abstand von Person zu Person gewahrt werden – dieser sollte einen Meter nicht unterschreiten, idealerweise aber drei Meter betragen. (dpa/red)
Das Gewitter wird laut VDE erst dann als beendet betrachtet, wenn über einen Zeitraum von 30 Minuten kein Donnergrollen mehr zu vernehmen war. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.