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Abschied von einem GigantenDiesen seltenen Airbus schickt Lufthansa in Rente

Auch bei der Lufthansa wird das einst längste Passagierflugzeug der Welt aus dem Verkehr gezogen. Fans trauern.

Airbus A340-600 von der Lufthansa hebt ab.

Der Airbus A340-600 wird vom Himmel verschwinden. (Archivfoto)

Die Lufthansa hat sich endgültig von einem besonderen Flugzeugtyp verabschiedet. Der Airbus A340-600, der lange Zeit zu den auffälligsten Langstreckenjets zählte, verschwindet von den großen Verkehrsflughäfen.

Am Montag (26. Oktober) startete das einst längste Passagierflugzeug der Welt mit dem Kennzeichen D-AIHX zu seinem letzten Flug nach Teruel in Spanien. Dort soll sie in die sogenannte „Deep Storage” gehen – oder, wie Beobachter vermuten, als Ersatzteilspender dienen.

Lufthansa mustert Airbus A340 aus

Als der Airbus A340-600 im Jahr 2002 in Dienst gestellt wurde, war er der längste Passagierjet der Welt. Mit einer Rumpflänge von rund 75 Metern hielt er diesen Rekord acht Jahre lang. Lufthansa gehörte zu den größten Betreibern und setzte bis zu 24 Exemplare des Flugzeugs ein.

Der Airbus A340 bot Platz für über 300 Passagiere und verfügte über eine Besonderheit: Toiletten im Unterdeck, die über eine Treppe erreichbar waren.

Airbus A340 war ein Kerosin-Fresser

Wirtschaftlich konnte der Airbus A340 jedoch nie überzeugen. Der globale Bestand lag maximal bei etwa 95 Maschinen. Die vier Triebwerke verbrauchten deutlich mehr Kerosin als moderne Zweistrahler. Boeing hatte mit dem Modell 777-300ER ein sparsameres und flexibleres Konkurrenzprodukt im Angebot.

Airbus A340-300 der Lufthansa.

Bei Flugzeugfans sehr gefragt: der Airbus A340-300 der Lufthansa.

Die meisten Airlines zogen daher die Twin-Engine-Jets vor. China Eastern, Iberia, Virgin Atlantic und South African Airways haben ihre A340-600 bereits vor Jahren ausgemustert. Lufthansa ersetzt die Maschinen nun durch den effizienteren Airbus A350-1000 und später durch die Boeing 777-9, da beide Typen deutlich weniger Treibstoff verbrauchen – ein entscheidender Faktor bei den aktuellen Kerosinpreisen.

Flugzeugfans schätzen den Airbus-Jet bis heute für sein markantes Erscheinungsbild mit vier Rolls-Royce-Trent-500-Triebwerken. Viele Flugzeug-Fanatiker reisten eigens zum letzten Passagierflug LH419 von Washington nach Frankfurt Mitte Oktober an. Sie brachten Torten mit und trugen selbst gemachte T-Shirts mit der Aufschrift „4 Triebwerke, 4 Langstreckenflüge”. (mbr)