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Zeugenaufruf in NRW-StadtZahlreiche Blutspuren – Polizei sucht nach verletzter Person

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In Mönchengladbach ist ein Polizeihubschrauber zum Einsatz gekommen (Symbolbild).

In Mönchengladbach ist ein Polizeihubschrauber zum Einsatz gekommen (Symbolbild).

Frisches Blut in einer Parkanlage und auf einer Straße gibt der Polizei in Mönchengladbach Rätsel auf.

Blutlachen in einem Park beschäftigen die Polizei in Mönchengladbach. Nach ersten Tests handele es sich um menschliches Blut, teilte die Polizei mit. Die Ermittler schließen ein Gewaltverbrechen nicht aus. Ein Anwohner habe demnach gegen 8.30 Uhr eine Blutlache gemeldet, vor Ort hätten die Einsatzkräfte noch eine weitere Stelle mit frischem Blut entdeckt.

Ob die Polizei es mit einem medizinischen Notfall, einem Unfall oder einer Straftat zu tun habe, sei noch unklar. Eine Abfrage bei umliegenden Krankenhäusern habe nichts ergeben. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei.

Die Polizei suchte im Stadtteil Bungt im Osten Mönchengladbachs unter anderem mit einem Diensthund und einem Hubschrauber nach der verletzten Person, fand zunächst aber niemanden. Die Ermittler riefen mögliche Beteiligte oder Zeugen dazu auf, sich zu melden.

Mönchengladbach: Blutspur zwischen Straße und Park

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, wurden auf einem Bürgersteig der Hardterbroicher Straße direkt vor Wohnhäusern große Mengen Bluts gefunden. Eine große Blutlache wurde demnach kurz vor einer Kreuzung entdeckt. Die Straße grenzt direkt an das Naturschutzgebiet am Volksgarten an, was die Suche erschwert. Über dem bewaldeten Freizeitgebiet habe eine Stunde lang ein Hubschrauber gekreist, aber offenbar ohne Erfolg. Auch Rettungswagen und zahlreiche Kräfte der Polizei waren vor Ort.

An einer Parkbank mitten im Naturschutzgebiet wurde eine weitere frische Blutlache entdeckt. Spuren waren auch auf dem gesamten Weg zwischen Hardterbroicher Straße und Parkbank zu sehen. Der Weg ist bei Spaziergängern beliebt, daher dürften bis zum Eintreffen der Polizei auch schon einige Menschen hier durchgegangen sein. Die Fundorte an der Bank und auf der Straße wurden jeweils großräumig abgesperrt und untersucht, gegen Mittag aber wieder freigegeben.

Mönchengladbach: Hinweise aus Nachbarschaft eingegangen

Wie ein Polizeisprecher gegen 14.30 Uhr erklärte, wurden Hubschrauber und Diensthunde bereits gegen 11 Uhr nach erfolgloser Suche abgezogen. Inzwischen seien einige Zeugenhinweise aus der Nachbarschaft eingegangen, denen die Kriminalpolizei nun nachgehe. Einen neuen Ermittlungsstand gebe es aber nicht, es konnte bislang keine verletzte Person ausfindig gemacht werden.

Der Sprecher betonte, dass derzeit kein Szenario bis hin zu einer Gewalttat ausgeschlossen werden könne. „Umfang und Größe der Blutflecken deuten darauf hin, dass hier nicht einfach jemand Nasenbluten gehabt hat“, so der Polizeisprecher. (cme, mit dpa)