Der Mann, der in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen getötet haben soll, ist tot.
Er saß in UntersuchungshaftNach Bluttat in Stade – Verdächtiger tot in Zelle gefunden

Kriminaltechniker sicherten am Tatort in Stade Spuren. In der Einrichtung waren Ende Juni sechs Menschen getötet worden.
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Der Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot. Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte, beging der Mann im Gefängnis Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht.
Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 06.05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Er habe bereits keine Körpertemperatur mehr aufgewiesen, erklärte das Ministerium. Ein Notarzt habe dann um 06.29 Uhr den Tod des Mannes festgestellt.
Ermittlungen zu konkreten Todesumständen eingeleitet
Der 45-Jährige soll vor drei Wochen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade während eines sogenannten Hilfeplangesprächs sechs Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamts erschossen haben. Hintergrund der Tat war nach Ermittlererkenntnissen mutmaßlich ein Sorgerechtsstreit.
In der Einrichtung waren demnach die drei Monate alte Tochter des Verdächtigen sowie die 34-jährige Kindsmutter untergebracht. Der Mann wurde kurz nach der Tat auf der Flucht festgenommen und befand sich seitdem in Untersuchungshaft. (afp)
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Wir gestalten unsere Berichterstattung über Suizide und entsprechende Absichten bewusst zurückhaltend und verzichten, wo es möglich ist, auf Details. Falls Du Dich dennoch betroffen fühlst, lies bitte weiter: Deine Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Du befindest Dich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielst mit dem Gedanken, Dir das Leben zu nehmen? Wenn Du Dir nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen kannst oder möchtest – hier findest Du anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote.
Telefonseelsorge – Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichst Du rund um die Uhr Mitarbeitende, mit denen Du Deine Sorgen und Ängste teilen kannst. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de
Kinder- und Jugendtelefon – Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Samstag nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ Deine Anrufe entgegen.Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention – Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de
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Psychische Gesundheit – Die Neurologen und Psychiater im Netz empfehlen ebenfalls, in akuten Situationen von Selbst- oder Fremdgefährdung sofort den Rettungsdienst unter 112 anzurufen. Darüber hinaus kannst Du Dich als von einer psychischen Krise Betroffene oder Betroffener unter der bundesweiten Nummer 116117 an den ärztlichen/psychiatrischen Bereitschaftsdienst wenden oder mit Deinem Hausarzt Kontakt aufnehmen. Außerdem gibt es in sehr vielen deutschen Kommunen psychologische Beratungsstellen.