Nato-Einsatz in RumänienDeutsche Luftwaffe löst scharfen Alarm wegen russischer Kampfjets aus

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Ein deutscher Eurofighter startet auf dem Flugplatz Mihail Kogalniceanu, in der Nähe von Constanta (Rumänien). Die deutsche Luftwaffe überwacht die Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine und unterstützt seinen Nato-Partner. (Archivbild)

Eurofighter der deutschen Luftwaffe sind erstmals im Grenzgebiet zwischen Rumänien und der Ukraine aufgestiegen. Zuvor hatten die Radarbildschirme mehrere russische Kampfjets in der Region registriert. (Archivbild)

Mehrere Eurofighter der deutschen Luftwaffe sind wegen der Sichtung russischer Kampfjets aufgestiegen. Zuvor hatte ein Nato-Stützpunkt Alarm geschlagen.

Eurofighter der deutschen Luftwaffe sind erstmals wegen eines scharfen Alarms auf einem Nato-Stützpunkt im rumänischen Constanta aufgestiegen. Radaraufzeichnungen hatten zuvor eine verstärkte Aktivität russischer Kampfjets und Militärflugzeuge in der Grenzregion zwischen Rumänien und der Ukraine gezeigt.

Es ist der erste Großalarm seit der Stationierung der deutschen Kampfjets in Rumänien. Die Flugzeuge waren nach Constanta verlegt worden, um die Nato-Außengrenzen angesichts zunehmender russischer Aggressionen besser zu schützen. Constanta liegt an der Küste zum Schwarzen Meer, in dem sich ukrainische und russische Truppen regelmäßig schwere Gefechte liefern.

Nato löst scharfen Alarm aus: Deutsche Eurofighter steigen wegen russischer Kampfjets auf

Grund für die zahlreichen russischen Militärflugzeuge war offenbar ein Abschuss einer Suchoi Su-24, einem taktischen Bomber der russischen Armee. Die Ukraine hatte wenige Stunden zuvor einen Abschuss eines solchen Kampfflugzeugs gemeldet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Um die Sicherheit der Nato-Grenzen zu gewährleisten, stiegen die deutschen Eurofighter auf.

„Der Einsatz stand im Zusammenhang mit verstärkten russischen Aktivitäten nach dem vermutlichen Abschuss einer SU-24 durch ukrainische Kräfte in der heutigen Nacht“, bestätigte die Luftwaffe den Einsatz auf der Plattform X, vormals Twitter.

Bereits seit Monaten werden die Kampfjets der deutschen Luftwaffe aufgrund russischer Militärflugzeuge immer wieder alarmiert. Nach dem Aufstieg der Eurofighter kam es allerdings zu keinerlei Zwischenfällen, die russischen Flugzeuge überschritten nicht die Grenze zu Rumänien und damit den von der Nato kontrollierten Luftraum.

Ostsee: Alarmrotte der Luftwaffe wird wegen russischer Militärflugzeuge alarmiert

Der scharfe Alarm in Rumänien war der erste seit der Stationierung auf dem Stützpunkt nahe Constanta, über der Ostsee kommt es allerdings regelmäßig zu Zwischenfällen. Die Alarmrotte der Luftwaffe hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vermehrt russische Militärflugzeuge abgefangen, die ohne Transponder und Flugplan eine Gefahr für Passagierflugzeuge darstellen könnten.

Zwar handelt es sich dabei um keine Luftraumverletzung durch das russische Militär, die Flugzeuge provozieren aber seit Februar 2022 bewusst die Nato und weitere angrenzende Staaten. So hatten kurz nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine mehrere Militärhubschrauber den Luftraum über Japan unerlaubt betreten und einen Großalarm ausgelöst. (shh)

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