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„Wie ein Heimkommen“Alexander Hold wieder bei Sat.1 zu sehen – So hat er sich verändert

Früher prägte er das Nachmittagsprogramm, heute sitzt er im Landtag: Nun fällt der bekannte Jurist wieder Urteile vor laufender Kamera.

Fernsehrichter Alexander Hold in einer TV-Show 2003.

Fernsehrichter Alexander Hold in einer TV-Show 2003. (Archivbild)

Der Privatsender Sat.1 holt das Gerichtsshow-Format mit Alexander Hold zurück ins Programm. Dreizehn Jahre nach dem Ende der ursprünglichen Ausstrahlung, die zwischen 2001 und 2013 über 2000 Verhandlungen umfasste, zeigt der Sender neue Ausgaben des 64-jährigen Juristen.

Zum Auftakt strahlte der Sender eine Folge in Spielfilmlänge aus. Die regulären neuen Episoden laufen montags bis freitags jeweils um 18.00 Uhr im linearen Fernsehen sowie auf der Streamingplattform Joyn.

Neues Erscheinungsbild und bewährtes Konzept

Optisch unterscheidet sich der Darsteller von seinen früheren Auftritten, bei denen er noch mit dunkler Lockenfrisur zu sehen war. Heute tritt Hold mit grauem Kurzhaarschnitt und Sehhilfe auf. Inhaltlich setzt die Produktion jedoch auf das bekannte Schema.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur begründete Hold die Beibehaltung der Struktur: „Am meisten verändert haben sich mein Haaransatz und dass ich eine Brille trage, das ist der größte Unterschied. Es gibt keinen Grund, das Format grundlegend zu ändern, das ist aktueller denn je – nicht ohne Grund laufen die alten Folgen jetzt sogar erfolgreicher als vor zehn Jahren.“

Alexander Hold im Oktober 2026.

Alexander Hold im Oktober 2026. (Archivbild)

Zuschauerinnen und Zuschauer reagierten in sozialen Netzwerken überwiegend positiv auf das Comeback. Auf Instagram hoben Kommentierende hervor, dass die Brille für zusätzliche Autorität sorge, während andere betonten, seine warme Stimme sei unverändert geblieben.

Dreharbeiten in der sitzungsfreien Zeit des Landtags

Neben seiner Fernsehtätigkeit ist Hold seit mehreren Jahren in der Landespolitik engagiert. Für die Freien Wähler gehört er dem Bayerischen Landtag an und bekleidet dort das Amt des Vizepräsidenten.

Um politische Verpflichtungen und Fernsehaufzeichnungen miteinander zu vereinbaren, fanden die Dreharbeiten während der sitzungsfreien Parlamentsperiode statt.

Wie Hold der „Augsburger Allgemeinen“ sagte, sei die Rückkehr ans Set für ihn „wirklich wie ein Heimkommen zu einem liebgewonnenen Ferienjob“ gewesen. Mit der Neuauflage folgt Sat.1 einem Branchentrend: Zuvor war bereits Barbara Salesch nach mehrjähriger Unterbrechung mit einem ähnlichen Format auf die Bildschirme zurückgekehrt. (jag/dpa)