„Seinfeld“ war in den 90er-Jahren eine der erfolgreichsten Sitcoms im US-Fernsehen und machte ihre vier Hauptdarsteller zu Stars. Doch was machen Jerry Seinfeld und Co. heute?
Das machen die „Seinfeld“-Stars heute

Sie schrieben in den 90er-Jahren TV-Geschichte: In der preisgekrönten Sitcom „Seinfeld“ lachten jede Woche Millionen von US-Zuschauern über die vier New Yorker Freunde (von links) Cosmo Kramer (Michael Richards), Elaine Benes (Julia Louis-Dreyfus), George Costanza (Jason Alexander) und Namensgeber Jerry Seinfeld. (Bild: Sony Pictures)
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Jerry, Elaine, George und Kramer: Die vier Hauptfiguren von „Seinfeld“ sind Kult und machten ihre Darsteller zu (TV-)Lieblingen. Wir zeigen, was die einstigen Serienstars nach dem Ende der Sitcom machten.
Jerry Seinfeld (Jerry Seinfeld)

Ein Stand-up-Comedian namens Jerry Seinfeld (Bild, rechts) spielt einen Stand-up-Comedian namens Jerry Seinfeld: Bei „Seinfeld“ war der Hauptdarsteller nicht wirklich von seiner Figur zu trennen. (Bild: Sony Pictures)
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Ein Stand-up-Comedian namens Jerry Seinfeld spielt einen Stand-up-Comedian namens Jerry Seinfeld: Bei „Seinfeld“ war - damals revolutionär für eine Sitcom - der Hauptdarsteller nicht wirklich von seiner Figur zu trennen. Dieses Spiel von Fiktion und Wirklichkeit, die wunderbar neurotischen Figuren und der bissige Humor machten die Serie zum Publikumsliebling.

Jerry Seinfeld tritt bis heute als Stand-up-Comedian auf. (Bild: Arturo Holmes / Getty Images)
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Ein Nachteil der völligen Verschmelzung mit seiner Figur: Nach dem Ende von „Seinfeld“ 1998 verschwand Jerry Seinfeld fast völlig von Bildschirm, in einer anderen Rolle hätte man sich den Komiker auch kaum vorstellen können. Als Synchronsprecher - etwa bei „Bee Movie“ - und Stand-up-Comedian war der gebürtige New Yorker aber weiterhin gefragt.
Jerry Seinfeld, der seit 1999 mit seiner Frau Jessica verheiratet ist und mit ihr drei Kinder hat, erfand sich aber noch einmal neu: Von 2012 bis 2019 präsentierte er seine Talkshow „Comedians auf Kaffeefahrt“, in der er in jeder Folge in unterschiedlichen Autos mit Comedy-Kollegen redet und Kaffee trinkt. Prominentester Gast: Ex-Präsident Barack Obama.

Als Elaine Benes, die intelligent-schlagfertige Ex- und nun beste Freundin von Seinfeld, schaffte Julia Louis-Dreyfus ihren Durchbruch. (Bild: NBC Media Relations / Getty Images)
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2024 meldete er sich zurück: In der Komödie „Unfrosted: The Pop-Tart Story“ warf Jerry Seinfeld als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller einen lustigen Blick auf das Wettstreit der Erzrivalen Kellogg's und Post. Die Unternehmen geben Anfang der 1960er-Jahre alles dafür, einen generationenprägenden Frühstückssnack zu kreieren. Aktuell ist Seinfeld in der Sketch‑Comedy‑Miniserie „Life, Larry, and the Pursuit of Unhappiness“ (HBO Max) von Komiker Larry David und Ex-US-Präsident Barack Obama in einer kleinen Rolle zu sehen.
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Elaine Benes (Julia Louis-Dreyfus)

Zuletzt schloss sich Julia Louis-Dreyfus dem „Marvel Cinematic Universe“, sie spielt dort die Contessa Valentina Allegra de Fontain. (Bild: Mike Coppola/Getty Images for Tony Awards Productions)
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Sie hatte bereits 1982, mit 21 Jahren, bei „Saturday Night Live“ Geschichte geschrieben, als sie als jüngste Frau zur legendären Comedy-Show kam: Trotz einiger anderer Rollen schaffte Julia Louis-Dreyfus erst als Elaine Benes, die intelligent-schlagfertige Ex- und nun beste Freundin von Jerry Seinfeld, ihren endgültigen Durchbruch.
Sie konnte bereits vor „Seinfeld“ - etwa in Woody Allens „Hannah und ihre Schwestern“ (1986) und im Weihnachtsfilmklassiker „Schöne Bescherung“ (1989) - auf der großen Leinwand überzeugen: 2013 stand Julia Louis-Dreyfus gemeinsam mit „Sopranos“-Star James Gandolfini für die wunderbar leichtfüßige Liebeskomödie „Genug gesagt“ vor der Kamera.

Er ist klein, geizig, neurotisch veranlagt und (lange Zeit) erfolglos im Arbeitsleben: Jerrys Schulfreund George (Jason Alexander, Mitte) ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. (Bild: Byron J. Cohen / Castle Rock Entertainment / Getty Images)
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Ihre größten Erfolge feierte Julia Louis-Dreyfus aber in ihrem angestammten Terrain: Für ihre Hauptrolle in der Sitcom „The New Adventures of Old Christine“ (2006-2010) gewann sie den Emmy, für ihre Darstellung einer (Vize-)Präsidentin in der Politsatire „Veep“ erhielt die begehrte TV-Auszeichnung sogar sechsmal in Folge.
Zuletzt schloss sie sich dem „Marvel Cinematic Universe“ an: In „Black Widow“ (2021) und „Black Panther: Wakanda Forever“ (2022) hatte sie zunächst nur Cameo-Auftritte, in der Disney+-Serie „The Falcon and The Winter Soldier“ war sie in zwei Folgen als Contessa Valentina Allegra de Fontain zu sehen, zuletzt spielte sie die Rolle in „Thunderbolts“ (2025).

Als Synchronsprecher und Gaststar in zahlreichen TV-Serien wie „Two and a Half Men“, „Community“, „The Grinder“ und „Young Sheldon“ ist Jason Alexander bis heute gefragt. (Bild: JC Olivera/Getty Images)
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George Costanza (Jason Alexander)

Wenn Jerrys Nachbar Kramer (Michael Richards, Mitte) durch die Tür stürmt, hat er in der Regel eine unglaubliche Geschichte auf Lager. (Bild: J. Delvalle / NBC Inc. / Getty Images)
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Er ist klein, geizig, neurotisch veranlagt und (lange Zeit) erfolglos im Arbeitsleben: Jerrys Schulfreund George ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Man lacht und leidet dennoch gerne mit ihm - etwa, wenn er wegen Geldnot wieder bei seinen Eltern einziehen muss.
Jason Alexander war bereits vor „Seinfeld“ ein bekanntes Multitalent: Er spielte in Theater- und Musicalproduktionen am Broadway, unvergessen ist auch sein Kino-Auftritt als schmierig-übergriffiger Anwalt in „Pretty Woman“. Und auch im Fernsehen überzeugte er in unterschiedlichen Rollen, etwa als Alien in der „Star Trek: Voyager“-Folge „Think Tank“.

Seine letzte kleine Rolle spielte Michael Richards 2019, 2024 veröffentlichte er mit „Entrances and Exits“ eine Autobiografie. (Bild: Amy Sussman/Getty Images)
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Trotz seiner zahlreichen Talente: Einen Erfolg wie „Seinfeld“ konnte Jason Alexander allerdings nie wieder feiern. Als Synchronsprecher und (wiederkehrender) Gaststar in zahlreichen TV-Serien wie „Two and a Half Men“, „Friends“, „Community“, „The Grinder“ und „Young Sheldon“ ist er aber bis heute gefragt.
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Cosmo Kramer (Michael Richards)
Er hat nie einen richtigen Job, schlägt sich aber bestens durch und ist im besten Sinne ein Lebenskünstler: Wenn Jerrys Nachbar Kramer (Michael Richards) - sein Vorname Cosmo wird erst in Staffel 6 auf die amüsanteste Art enthüllt - durch die Tür stürmt, hat er in der Regel eine unglaubliche Geschichte auf Lager.
Auch Michael Richards' weitere Karriere litt unter seiner unvergesslichen „Seinfeld“-Figur: Die „The Michael Richards Show“ etwa, in der er einen schusseligen Polizisten spielte, wurde nach nur wenigen Folgen abgesetzt. Richards war in der Folge hauptsächlich wieder auf Stand-up-Bühnen zu sehen, bis es 2006 zum Eklat kam.
In einer seiner Stand-up-Shows beleidigte er spät eintreffende Zuschauer rassistisch, ein Gast hatte die Entgleisung mitgefilmt. Richards entschuldigte sich und erklärte seine Karriere für beendet. Ganz verschwunden ist er allerdings nicht: Er war bei seinem Ex-Kollegen Seinfeld in „Comedians auf Kaffeefahrt“ zu Gast und spielte 2019 eine kleine Rolle in der Liebeskomödie „Faith, Love & Hope“. 2024 veröffentlichte er mit „Entrances and Exits“ seine Autobiografie.
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