Der Entzug ihres Status als neutrale Athletin trifft Kamila Walijewa hart: Die 20-Jährige darf nicht mehr bei internationalen Wettbewerben starten.
Gefallenes WunderkindAbsturz von Eiskunstlauf-Weltstar immer dramatischer

Kamila Walijewa war der Star des Eiskunstlaufens.
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Kamila Walijewa steht nach dem Aberkennen ihres Status als neutrale Athletin vor dem Nichts. Für das ehemalige Eiskunstlauf-Wunderkind, das eine vierjährige Dopingstrafe abgesessen hat, steht nun auch seine Existenz auf dem Spiel.
Wie die Internationale Eislauf-Union (ISU) am Donnerstag (10. September) mitteilte, darf die 20-Jährige damit nicht mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Auch Mark Kondratjuk, der 2022 mit dem russischen Team Olympia-Bronze gewann, erfüllt die Voraussetzungen für einen Start unter neutraler Flagge nach Einschätzung des Verbandes nicht mehr.
Kamila Walijewa verliert wichtigen Status
Nach den ISU-Regeln können Athletinnen und Athleten nicht als neutral zugelassen werden, wenn sie den Krieg gegen die Ukraine seit Februar 2022 zu irgendeinem Zeitpunkt aktiv und öffentlich unterstützt haben. Ebenso führen eine Beteiligung am Krieg oder aktiver Dienst bei einer russischen oder belarussischen Sicherheitsbehörde zum Ausschluss.

Kamila Walijewa ist von allen Wettbewerben ausgeschlossen worden.
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Vor der Entscheidung sei in beiden Fällen eine individuelle Prüfung vorgenommen worden, erklärte die ISU. Dem Eistanzpaar Alexandra Stepanowa und Iwan Bukin wurde der neutrale Status erneut verweigert. Zu den konkreten Gründen äußerte sich der Verband bei keiner der betroffenen Personen. Ihnen steht nun der Weg zum Internationalen Sportgerichtshof CAS offen.
Kamila Walijewa mit positiver Dopingprobe bei Olympia in Peking
Für Walijewa ist die Entscheidung ein weiterer Rückschlag in ihrer noch jungen Karriere. Bei den Olympischen Winterspielen in Peking hatte die damals 15-Jährige zunächst Gold im Mannschaftswettbewerb gewonnen. Später wurde bekannt, dass sie positiv auf das Herzmedikament Trimetazidin getestet worden war. Daraufhin erhielt sie eine vierjährige Dopingsperre, die im Dezember 2025 endete.
Insgesamt beantragten 234 Personen aus Russland und Belarus für die Saison 2026/27 eine Zulassung als neutrale Teilnehmer. Unter ihnen befinden sich auch Mitglieder der jeweiligen Betreuungsteams. (mbr/sid)
