Ein Filmteam beleuchtet neue Recherchen zum Fall der 1947 getöteten Elizabeth Short („Black Dahlia“), einem ungelösten US-Mordfall.
Fall Elizabeth ShortFilmteam meldet spektakulären Fund im ungeklärten „Black Dahlia“-Mord

Elizabeth Short (r) mit Major Matt Gordon. Die spätere „Black Dahlia“ wurde 1947 ermordet; rund 50 Männer gaben im Laufe der Ermittlungen an, die Tat begangen zu haben, dennoch blieb der Fall ungelöst. (Archivbild)
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Im seit Jahrzehnten ungeklärten Mordfall um Elizabeth Short, bekannt als „Black Dahlia“, gibt es neue Hinweise. Wie das US-Magazin „People“ berichtet, wollen die Macher der Dokumentarserie „Deconstructing Dahlia“ neue Spuren entdeckt haben, die sowohl den Tatort als auch mögliche Zusammenhänge betreffen sollen. Demnach sei in einem noch betriebenen Motel in Los Angeles ein verborgenes Raumkonstrukt mit mutmaßlichen Blutspuren gefunden worden.
Fund der Leiche im Jahr 1947
Elizabeth Short wurde am 15. Januar 1947 im Alter von 22 Jahren tot auf einem Grundstück im Stadtteil Leimert Park in Los Angeles entdeckt. Ihr Körper war laut dem FBI schwer verstümmelt. Da am Fundort kein Blut festgestellt wurde, gingen die Ermittler bereits damals davon aus, dass die Tat an einem anderen Ort begangen worden sein könnte. Der Fall blieb trotz umfangreicher Ermittlungen ungelöst.

Elizabeth Short wurde 1947 in Los Angeles tot aufgefunden. Ihr nackter Leichnam war am Tatort stark verstümmelt und in der Körpermitte in zwei Hälften getrennt; am Fundort wurde kein Blut festgestellt. (Archivbild)
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Der Beiname „Black Dahlia“ wurde aufgrund ihrer Vorliebe für schwarze Kleidung in der frühen Presseberichterstattung nach der öffentlichen Bekanntmachung des Falls im Januar 1947 geprägt und schnell von mehreren Zeitungen in Los Angeles übernommen.
Als kulturelle Anspielung gilt der damals erfolgreiche Film-Noir-Klassiker „The Blue Dahlia“ (1946) mit Veronica Lake in der Hauptrolle, der im deutschsprachigen Raum auch als „Die blaue Dahlie“ bekannt ist. Der Begriff setzte sich rasch in der Boulevardberichterstattung durch.
Neue Hinweise führen zu Hotelzimmer
Nach Angaben des Produktionsteams der Dokumentation führten aktuelle Recherchen unter anderem auf Hinweise aus dem Umfeld eines früheren Ermittlers. In der Folge sei ein seit den 1940er-Jahren bestehendes Motel in den Fokus geraten. Dort sollen Ermittler des Los Angeles County Sheriff’s Department im Jahr 2022 hinter nachträglich eingezogenen Wandstrukturen einen abgetrennten Raum entdeckt haben.
In diesem Raum seien forensische Spuren eines größeren Blutaustritts gesichert worden. Die Proben seien positiv auf Blut getestet worden, wie das Team laut „People“ mitteilt. Zudem berufen sich die Filmemacher auf mehrere tausend Seiten bislang unveröffentlichter Ermittlungsakten, die mögliche Bewegungsabläufe des Opfers und eines mutmaßlichen Täters rekonstruieren sollen. Nach ihrer Darstellung würden diese Hinweise auf das Motel als möglichen Tatort verweisen.
Forderung nach Freigabe der Autopsieakte
Für eine weitergehende Bewertung fordert das Produktionsteam die Freigabe des vollständigen Autopsieberichts durch das Los Angeles Police Department. Dieser wird bislang unter Verschluss gehalten. Parallel dazu wurde eine Online-Petition zur Aktenfreigabe gestartet. Ein Sendetermin für die Dokumentarserie steht noch nicht fest.
Der Mordfall um Elizabeth Short („Black Dahlia“, 1947) zählt zu den bekanntesten ungelösten Kriminalfällen in den USA. Durch Bücher, Filme und Dokumentationen wurde der Fall vielfach aufgegriffen und ist dadurch auch in der Popkultur bis heute präsent. Besonders prägend war der Roman von James Ellroy (1987) sowie dessen spätere Verfilmung „The Black Dahlia“ (2006) von Brian De Palma mit Mia Kirshner in der Titelrolle.
