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Eurovision Song ContestZweites Halbfinale ESC 2026 – diese drei Länder gelten als Favoriten

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Delta Goodrem ist in ihrer Heimat Australien ein Superstar.

Große Stimme von „Down Under“: Delta Goodrem ist in ihrer Heimat Australien ein Superstar. 

15 Länder kämpfen am Donnerstag beim zweiten ESC-Halbfinale in Wien ums Finale. Alle Infos zu Favoriten, Übertragung und Songs im Überblick.

Am Donnerstagabend (14. Mai 2026) kämpfen 15 Nationen um die ersten zehn begehrten Plätze für das große Finale am Samstag. In Wien wird sich entscheiden, welche Acts die internationale Jury und das Publikum am meisten überzeugen.

ESC 2026: Worauf dürfen wir uns im zweiten Halbfinale freuen?

Das zweite Halbfinale wird mit einer humorvollen Gesangseinlage der beiden Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski eingeleitet. Gemeinsam performen sie eine eigene Version von „Wasted Love“ – dem Song, mit dem der österreichische Act JJ im Vorjahr den Eurovision Song Contest in Basel gewann und den Wettbewerb damit nach Wien holte.

Die Inszenierung verläuft dabei laut ORF absichtlich nicht ganz nach Plan und sorgt für eine augenzwinkernde Überraschung direkt zum Start der Live-Show. Während des anschließenden Votings kehrt Vorjahressieger JJ selbst zurück auf die ESC-Bühne, um dem Publikum in der Wiener Stadthalle exklusiv einen brandneuen Song live zu präsentieren.


Eurovision Song Contest 2026: Das sind die drei Favoriten im ersten Semifinale

Dänemark: Søren Torpegaard Lund – „Før vi går hjem“

Dänemark schickt mit Søren Torpegaard Lund einen echten Profi der dänischen Musicalszene nach Wien, der bereits Rollen in „West Side Story“ und „Kinky Boots“ verkörperte. Sein Song „Før vi går hjem“ (Bevor wir nach Hause gehen) wird komplett auf Dänisch gesungen. Lund bringt eine der gewagtesten Inszenierungen des Wettbewerbs auf die Bühne. Seine Performance spielt offen mit einer Ästhetik, die an die BDSM- und Underground-Clubszene erinnert: Während er anfangs in einer gläsernen Box agiert, wird die Atmosphäre durch dunkle Leder-Optiken und ein markantes Mesh-Top geprägt, das er nach einem Outfit-Reveal enthüllt. 

Die Kombination aus der intimen dänischen Ballade und dieser provokanten visuellen Sprache soll den Kontrast zwischen Verletzlichkeit und unterdrücktem Verlangen symbolisieren. In Fankreisen wird bereits intensiv darüber diskutiert, ob dieser stilistische Bruch dem Musical-Darsteller dabei hilft, sich im zweiten Halbfinale von der Konkurrenz abzuheben.

Australien: Delta Goodrem – „Eclipse“

Australien schickt in diesem Jahr mit Delta Goodrem einen ihrer größten Superstars nach Wien. Ihr Song „Eclipse“ ist eine kraftvolle Ballade à la Céline Dion, die thematisch das Zusammenspiel von Licht und Schatten sowie die Spannung zwischen Tag und Nacht behandelt. Die Inszenierung im zweiten Halbfinale ist darauf abgestimmt und soll laut Goodrem „wie das Universum selbst“ wirken, wobei sie in ihrer Performance elegante australische Designs mit der Ästhetik der Gastgeberstadt Wien verbindet. 

Nach den eher enttäuschenden Ergebnissen der letzten Jahre setzen die Buchmacher große Hoffnungen in den Popstar, die Startplatz elf im zweiten Halbfinale zugelost bekam. In Deutschland ist sie keine Unbekannte. Mit ihrem Hit „Lost Without You“ hatte die 41-Jährige 2003 auch bei uns einen Hit und erhielt für ihr Debütalbum „Innocent Eyes“ eine Gold-Auszeichnung. 

Rumänien: Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“

Rumänien kehrt nach zwei Jahren Pause mit einem Skandal-Song zurück, der die Gemüter spaltet: „Choke Me“ (Würg mich) von Alexandra Căpitănescu. Der Titel und Zeilen wie „I want you to choke me“ (Ich will, dass du mich würgst) oder „make my lungs explode“ (bring meine Lungen zum Explodieren) lösten bereits im Vorfeld heftige Proteste von Kinderschutzorganisationen und Kritikern aus, die eine Glorifizierung von Gewalt befürchteten.

Alexandra selbst verteidigt die Nummer als rein metaphorisch: Für sie symbolisiert das „Würgen“ den erstickenden Druck der Gesellschaft, Selbstzweifel und das Gefühl, an eigenen Erwartungen zu zerbrechen. Auf der Bühne in Wien wird diese Beklemmung visuell durch eine extrem physische Performance umgesetzt, die den Schmerz und den Befreiungskampf der Sängerin spürbar machen soll. Alles zum Skandal finden Sie hier:


Teilnehmer des zweiten Eurovision-Halbfinales (14. Mai 2026)

  1. Bulgarien: Dara – „Bangaranga“
  2. Aserbaidschan: Jiva – „Just Go“
  3. Rumänien: Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“
  4. Luxemburg: Eva Marija – „Mother Nature“
  5. Tschechien: Daniel Žižka – „Crossroads“
  6. Armenien: Simón – „Paloma Rumba“
  7. Schweiz: Veronica Fusaro – „Alice“
  8. Zypern: Antigoni – „Jalla“
  9. Lettland: Atvara – „Ēnā“
  10. Dänemark: Søren Torpegaard Lund – „Før vi går hjem“
  11. Australien: Delta Goodrem – „Eclipse“
  12. Ukraine: Leléka – „Ridnym“
  13. Albanien: Alis – „Nân“
  14. Malta: Aidan – „Bella“
  15. Norwegen: Jonas Lovv – „Ya Ya Ya“

Frankreich und Österreich außer Konkurrenz

Obwohl sie bereits fest für das Finale am 16. Mai qualifiziert sind, werden auch zwei der „Big Five“ und Österreich ihre Songs im Rahmen des zweiten Halbfinales präsentieren.

  1. Frankreich: Die Sängerin Monroe tritt mit ihrem Song „Regarde !“ auf. Ihr Auftritt ist zwischen Tschechien und Armenien geplant.
  2. Vereinigtes Königreich: Der Act LOOK MUM NO COMPUTER präsentiert die Nummer „Eins, Zwei, Drei“. Er performt nach der Ukraine und vor Albanien.
  3. Österreich: Als Gastgeber schickt Österreich COSMÓ mit dem Titel „Tanzschein“ ins Rennen. Der Auftritt findet zwischen Zypern und Lettland statt.

Wer sich schon vorher einstimmen will, findet alle Songs des Eurovision Song Contests in der offiziellen ESC-2026-Playlist bei Spotify.


ESC 2026 im TV und Stream: Wo kann man das erste Halbfinale sehen?

Die Live-Show beginnt heute um 21 Uhr und wird in Deutschland auf dem TV-Sender ONE sowie im Livestream der ARD Mediathek und auf „eurovision.de“ übertragen. Zudem ist der Stream erstmals auch über die Plattform Joyn verfügbar. International kann das Halbfinale wie gewohnt über den offiziellen YouTube-Kanal des Eurovision Song Contests verfolgt werden.

Zum Einstimmen gibt es auf YouTube ein ESC-Special mit allen Siegerinnen und Siegern von 1956 bis 2025.


ESC 2026: Wann startet Deutschland und wer tritt für uns an?

Deutschland ist als Teil der „Big Five“ automatisch für das Finale des „Eurovision Song Contest“ 2026 qualifiziert. Das Finale findet am Samstag, dem 16. Mai 2026, um 21.00 Uhr in der Wiener Stadthalle in Wien statt. Unser Land wird durch die Sängerin Sarah Engels mit ihrer Empowerment-Hymne „Fire“ vertreten.

Abstimmungsmöglichkeiten für Deutschland:

Erstes Halbfinale: Im ersten Halbfinale am 12. Mai 2026 ist Deutschland stimmberechtigt. Zuschauer aus Deutschland können per Telefon, SMS oder online für ihre Favoriten abstimmen.

Zweites Halbfinale: Im zweiten Halbfinale am 14. Mai 2026 ist Deutschland nicht stimmberechtigt.

Finale: Im Finale am 16. Mai 2026 haben deutsche Zuschauer ebenfalls die Möglichkeit, per Telefon, SMS oder online abzustimmen. Die genauen Telefonnummern und Anleitungen werden während der Live-Übertragungen bekannt gegeben.

Übertragungen:

Halbfinale: Beide Halbfinale werden live auf dem TV-Sender ONE sowie im Livestream der ARD Mediathek und auf „eurovision.de“ übertragen.

Finale: Das Finale wird live im Ersten (ARD) sowie online in der ARD Mediathek übertragen. Zusätzlich ist der Stream über die Plattform Joyn verfügbar.