Als Kabarettistin ist die Regensburgerin Eva Karl Faltermeier längst eine feste Größe, nun startet sie auch als Schauspielerin durch: Sie beerbt Christoph Süß als Chefin der Ermittler der ZDF-Reihe „München Mord“.
Eva Karl Faltermeier„Eine ganz andere Welt als Kabarett“

Die Kabarettistin Eva Karl Faltermeier beerbt ihren Kollegen Christoph Süß bei „München Mord“. Als Dr. Hösl ist sie die neue Vorgesetzte des Ermittlertrios. (Bild: ZDF/Susanne Bernhard)
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Wenn es die Kategorie „Senkrechtstarter“ noch nicht gäbe, hätte man sie für Eva Karl Faltermeier erfinden müssen, hieß es anlässlich der Verleihung des Bayerischen Kabarettpreises 2021. Innerhalb weniger Jahre hatte sich die gebürtige Regensburgerin in der bayerischen Kabarettszene einen Namen gemacht. Apropos Name: Karl ist nicht etwa ihr zweiter Vorname, sondern ihr Mädchenname, Faltermeier wiederum der Nachname ihres Ex-Mannes und Vaters ihrer beiden Kinder. Nun beerbt sie Christoph Süß als Chefin der Ermittler der beliebten ZDF-Reihe „München Mord“.
Erst mit 36 Jahren wagte die Journalistin, Germanistin und Politikwissenschaftlerin den großen Schritt, hauptberuflich als freischaffende Kabarettistin zu arbeiten. Ab 2018 sammelte sie bei Mixed Shows und Poetry Slams Bühnenerfahrung und entwickelte ihr Können kontinuierlich weiter. „Es fegt dahi“ hieß ihr erstes Soloprogramm von 2019. Inzwischen folgten drei weitere.
Auch das Fernsehen ließ nicht lange auf sich warten. Nach Auftritten in den Sendungen ihrer Kollegen Hannes Ringlstetter und Helmut Schleich erhielt Eva Karl Faltermeier 2023 mit „Karlsplatz“ ihre eigene Comedy- und Late-Night-Show im Bayerischen Fernsehen.
Neue Rolle als Chefin in der Krimireihe „München Mord“

Nach Kriminaloberrat Zangels Weggang übernimmt Dr. Linda Hösl (Eva Karl Faltermeier, zweite von rechts) die Leitung im Münchner Kommissariat. Nach gelöstem Fall gibt es für die Schaller (Alexander Held, links), Flierl (Bernadette Heerwagen) und Neuhauser (Marcus Mittermeier) „Schmierkuchen“ aus Hösls (und Eva Karl Faltermeiers) Heimat, der Oberpfalz. (Bild: ZDF/Susanne Bernhard)
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Und damit nicht genug. Seit einiger Zeit sieht man Eva Karl Faltermeier immer häufiger als Schauspielerin in kleinen Gastrollen, etwa als Gerichtsmedizinerin im Abschiedsfall der Münchner „Tatort“-Kommissare Batic und Leitmayr. Demnächst tritt sie die Nachfolge ihres Kabarett-Kollegen Christoph Süß in der ZDF-Krimireihe „München Mord“ an. Als Kriminaloberrätin Dr. Linda Hösl ist sie die neue Chefin der Ermittler Schaller (Alexander Held), Flierl (Bernadette Heerwagen) und Neuhauser (Marcus Mittermeier).
Über die Anfrage habe sie sich sehr gefreut, erzählt die 43-Jährige: „Ich finde 'München Mord' ist eine ganz eigene Krimireihe. Ihr Lokalkolorit und die popkulturellen Anspielungen machen sie genau so besonders wie das kuriose Ermittlertrio.“
Charakterlich sei ihre neue Figur ganz anders als sie: „Ich bin viel weniger sphinxisch als Dr. Hösl, trage mein Herz auf der Zunge, bin privat ständig von kuriosen Ereignissen verfolgt, und ich als private Eva, wäre nicht nur ab und zu bei den drei Ermittlern im Keller. So besonders wie die Drei sind, würde ich ausschließlich im Keller abhängen.“
Anderes Arbeiten vor der Kamera
Natürlich sei das Fernsehen „eine ganz andere Welt als Kabarett“, gibt sie zu. „Im Kabarett gelten ganz andere Regeln vor und auf der Bühne als bei Film und Fernsehen. Man arbeitet im Kabarett mit vielen Menschen jahrelang vertrauensvoll hinter der Bühne zusammen, ist dafür ständig an neuen Orten.“
Daher fand es die „die einsame Wölfin und Handlungsreisende des Humors auf den Landstraßen und Schienen“ schön, für die Fernsehdreharbeiten auch mal mehrere Tage am selben Ort arbeiten zu können.
Ihren ersten Auftritt als Dr. Hösl hat Eva Karl Faltermeier am Samstag, 22. August, in „München Mord - Die Stadt, die es nicht gibt“ im ZDF sowie bereits ab eine Woche zuvor in der Mediathek. Ihr zweiter Film wird Ende des Jahres ausgestrahlt und ist gleichzeitig der letzte Film der Reihe mit dem im Mai verstorbenen Hauptdarsteller Alexander Held. (tsch)
