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Villa von Freddy Quinn verkauftDer neue Besitzer musste eine besondere Bedingung erfüllen

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Sänger Freddy Quinn posiert im Michel in Hamburg vor einem Weihnachtsbaum.

Das frühere Heim von Schlager-Ikone Freddy Quinn in Hamburg wurde verkauft. (Archivbild)

Das frühere Heim von Schlager-Ikone Freddy Quinn in Hamburg wurde verkauft. Dabei musste eine wesentliche Auflage akzeptiert werden.

Für das seit circa zwei Jahren unbewohnte Anwesen von Schlager-Ikone Freddy Quinn (94) an der Alster in Hamburg wurde ein Käufer gefunden. Hamburger Geschäftsleute haben die 5.000 Quadratmeter große Immobilie mit dem Reetdachhaus erworben, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Ein Makler der Firma Grossmann & Berger bestätigte diese Information. Zuvor hatte bereits das Nachrichtenportal „t-online“ über die Veräußerung berichtet.

Dass die Käufersuche eine geraume Zeit dauerte, lag an einer besonderen Vorgabe. Die Veräußerung des renovierungsbedürftigen Gebäudes im Stadtteil Hamburg-Poppenbüttel war von Freddy Quinn an eine unmissverständliche Auflage geknüpft worden.

Erhalt des Gebäudes als zentrale Auflage

Das Gebäude darf nicht demoliert werden. „Familie Quinn wollte es nur an jemanden verkaufen, der es wieder modernisiert. Und die Käufer haben genau so was schon lange gesucht und sind ganz happy“, sagte der Makler laut dpa.

Zur Verkaufssumme machte der Immobilienvermittler keine näheren Angaben. Der Preis sei jedoch so gestaltet, dass es „für alle Beteiligten eine gute Sache ist“.

Makler beeindruckt von persönlicher Begegnung mit Quinn

Anlässlich der notariellen Beurkundung des Geschäfts traf der Makler die Schlager-Ikone zum ersten Mal persönlich und war sichtlich angetan: „Er ist ein charmanter, sympathischer Mensch, der immer noch ein richtiger Entertainer ist.“ Quinn hat seinen Wohnsitz gemeinsam mit seiner Ehefrau Rosie nun in Schleswig-Holstein.

Freddy Quinn war neben Peter Alexander (1926-2011) der erfolgreichste Schlagersänger der 1950er Jahre. Viele halten den auch als Schauspieler erfolgreichen Vollblut-Entertainer bis heute für einen waschechten Hamburger. Dabei ist er gebürtiger Österreicher und zog erst Anfang der 1950er Jahre nach Hamburg, von wo aus er seine beispiellose Karriere startete.

Unvergessen sind „Heimweh“ (1956), „Die Gitarre und das Meer“ (1959), „Junge, komm bald wieder“ (1963) oder „Hundert Mann und ein Befehl“ (1966), nur vier seiner sechs Nummer-eins-Hits. Als erster Künstler vertrat er Deutschland beim Eurovision Song Contest (1956, mit dem Rock'n'Roll-Titel „So geht das jede Nacht“). (jag)