Der Linken-Politiker Gregor Gysi hat sich mit gewohnter Selbstironie zu seinem Alter und seinem Privatleben geäußert. Wie das Magazin „Bunte“ am Mittwoch (4. November) berichtete, nimmt der 78-Jährige die Begleiterscheinungen des Älterwerdens gelassen hin. Er wisse um diesen Umstand, erklärte Gysi im Gespräch mit der Zeitschrift: „Man muss mir nicht sagen, dass ich alt bin, das ist mir bekannt.“
Gregor Gysi über Körpergröße und erste Reihe bei Auftritten
Auch über seine Statur sprach der Bundestagsabgeordnete offen. Dass er bei Veranstaltungen häufig ganz vorne zu finden sei, habe rein praktische Gründe. In der ersten Reihe stehe er keineswegs aus Eitelkeit, betonte der Politiker laut dem Bericht, sondern schlichtweg deshalb, „weil ich sonst bei meiner Körpergröße nichts sehen kann“.

Neue Liebe für Gregor Gysi? „Dazu habe ich gar keine Zeit“, so der Politiker im „Bunte“-Interview. (Archivbild)
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Ebenso unaufgeregt ordnet der nach zwei Scheidungen alleinlebende Gysi seinen Beziehungsstatus ein. Auf die Frage, ob er den Wunsch hege, sich wieder zu verlieben, verwies er auf seinen vollen Alltag. „Dazu habe ich gar keine Zeit“, sagte er gegenüber der „Bunte“.
Keine Zeit für eine neue Beziehung
Ein Gefühl des Mangels entstehe dadurch allerdings nicht. Einsam oder gelangweilt fühle er sich so gut wie nie. Der Zukunft blicke er gelassen entgegen: Er müsse sehen, irgendetwas werde irgendwann und irgendwie schon passieren.
Gregor Gysi war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe wurde bereits Anfang der 1970er-Jahre geschieden. Im Jahr 1996 heiratete er in zweiter Ehe die Rechtsanwältin und spätere Politikerin Andrea Gysi. Das Paar trennte sich 2010 und wurde 2013 offiziell geschieden.
Gregor Gysi privat: Zwei Ehen und drei Kinder
Aus diesen Beziehungen gingen insgesamt drei Kinder hervor: ein leiblicher Sohn aus seiner ersten Ehe, ein Adoptivsohn, den seine erste Ehefrau mit in die Verbindung brachte, sowie eine gemeinsame Tochter aus der zweiten Ehe mit Andrea Gysi.

Gregor Gysi und Andrea Lederer bei einem Konzert 2015. (Archivbild)
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In einem anderen Interview mit „Bunte“ im Jahr 2015 blickte der Spitzenpolitiker selbstkritisch auf das Scheitern seiner zweiten Ehe zurück. Diese sei „nicht an der Politik, sondern an mir“ gescheitert.
Es sei „ganz allein meine Schuld“ gewesen, da Gysi sich schlicht zu wenig Zeit für die ihm nahestehenden Menschen genommen habe. Rückblickend räumte er wiederholt ein, dass der extreme Termindruck während seiner aktiven Politikjahre letztlich auch sein Privatleben belastet habe. (jag)

