Ein „Best of“ aus 20 Jahren „Goodbye Deutschland“ zeigte VOX in der aktuellen Folge, kommentiert von Stars der Dokusoap. Und die staunten nicht schlecht über Kult-Auswanderer Konny Reimann: Als eine Regenflut dessen Hafenkneipe verschluckte, setzte der sich seelenruhig ins Ruderboot ...
„Goodbye Deutschland“-Stars können kaum glauben, wie gelassen Konny Reimann mit Flutkatastrophe umgeht

Konny Reimann sucht in den Fluten nach weggespülten Möbeln. (Bild: VOX)
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Knietief stand „Goodbye Deutschland“-Urgestein Konny Reimann (heute 70) auf Szenen von 2009 im Wasser, um sich herum Trümmer seiner Kneipe, ein Lächeln auf den Lippen - und brachte andere Stars der VOX-Dokusoap in einer neuen „Best of“-Folge damit zum Kopfschütteln. „Ich wäre nicht so gelassen“, gestand etwa Ex-Mallorca-Auswanderer Roland Bartsch (55). „Ich hätte schon echt so'n Hals und würde wahrscheinlich da nur rumbrüllen ...“ Gattin Steffi (53) staunte mit ihm: „Da wären wahrscheinlich wirklich viele heulend weggelaufen!“
In der Jubiläumsfolge, durch die Daniela Katzenberger (39) lose führte, zeigte man noch einmal unterschiedliche Geschichten aus zwei Jahrzehnten „Goodbye Deutschland“ und ließ einige der bekanntesten Gesichter ebenjene kommentieren: die gescheiterten Sansibar-Lieben von Levke Kersting (42) und Angie Wolf (47), die dramatische Brasilien-Zeit des Ehepaares Mermi-Schmelz, das mallorquinische Babyglück der Gülpens sowie die frühen Ambitionen der jungen „Katze“ selbst. Am wohl beeindruckendsten aber war die hanseatische Gelassenheit der Reimanns, allen voran Handwerker Konny.
Feiern, bis es nicht mehr geht

Kartoffelsalat, Saft und Bier haben die Flut überlebt, freut sich Konny. (Bild: VOX)
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Der ließ sich in den Rückblick-Szenen ebenso wenig wie Gattin Manu (heute 57) aus der Ruhe bringen, als die schlimmsten Unwetter seit 20 Jahren das sonst so trockene Städtchen Gainesville am texanischen Moss Lake heimsuchten. Trotz bereits schwerer Regenfälle sowie Tornado- und Flutwarnungen im Lokalfernsehen feierte er zunächst noch mit Feriengästen in seiner Hafenkneipe - bevor diese über Nacht von den Wassermassen verschluckt wurde, die das Reimannsche Grundstück „Konny Island“ überflutet hatten.
Doch auch dann legte Konny die Gelassenheit eines Zen-Mönchs an den Tag, setzte sich in Badehose in ein Ruderboot und klaubte von dort aus die ersten herumschwimmenden Möbel aus dem Wasser. Selbst die Tatsache, dass man in der Umgebung bereits drei Schlangen gesichtet hatte, schien ihn nicht allzu sehr zu beunruhigen.

Andreas und Caro Robens gehören zu den „Goodbye Deutschland“-Stars, die Konny Reimann bewundern. (Bild: VOX)
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So schlimm sei das alles schon nicht, winkte er ab und konzentrierte sich aufs Machen statt aufs Jammern. „Ich hab das Gefühl, der Typ hat auch noch Spaß da dran“, vermutete Bodybuilder Andreas Robens (59) verblüfft. „Der hat da Bock drauf, der Typ.“ Das dürfte etwas übertrieben sein, wie auch Ehefrau Caro anmerkte: „Na, ob man auf so eine Situation Bock hat, das weiß ich nicht.“ - „Nein, aber der macht das Beste draus“, lenkte Andreas ein.
„Sieht doch ganz gut aus“
Und dem war tatsächlich so. Nachdem der Wasserpegel etwas gesunken war, sah Konny nach, was sich aus der Kneipe noch retten ließ und freute sich über den Fund seines Akkordeons: „Da haben wir noch mal Glück gehabt, ne? Das war Gott sei Dank ganz oben im Regal.“ Und im Kühlschrank, den er beherzt durchs hüfthohe Wasser schob, fanden sich noch Kartoffelsalat, Bier und Saft. Überdies hatten viele Fotos an den Wänden das Unglück überlebt. Nur das Klavier sei aufgequollen und ließ sich nicht mehr spielen. Alles in allem aber lautete sein Fazit: „Sieht doch ganz gut aus.“
Sein Optimismus schien abzufärben. Selbst die Touristin, die gerade bei den Reimanns Urlaub machte, wirkte entspannt, sah das Ganze einfach als „Erlebnis-Urlaub pur“ und freute sich, dass nun ja wieder die Sonne rauskomme: „Und es wird wieder wunderschön.“ Tatsächlich dauerte es nur wenige Tage, und die Reimanns hatten die Kneipe wieder in Schuss gebracht.
So viel Energie, Fleiß und positive Lebenseinstellung ließen die Kommentierenden voll des Lobes zurück. „Ein richtiger Vorzeige-Auswanderer“, sei der Konny, so Kathrin Mermi-Schmelz (58). „Schon so ein Idol so ein bisschen.“ Und Roland Bartsch schien sich eine Scheibe abschneiden zu wollen: „Wenn ich Konny Reimann sehe, bin ich auf jeden Fall motiviert.“ Vielleicht sollten wir alle das Leben ein bisschen mehr wie Konny sehen. (tsch)