Gedankenverloren summte Günther Jauch am Montagabend bei RTL vor sich hin. Eine „Wer wird Millionär?“-Kandidatin interpretierte es als versteckten Hinweis. Eine fatale Fehlannahme, die sie viel Geld kostete.
Günther Jauch summt Kandidatin gedankenlos ins Verderben„Der Opa hat mich in eine Falle gelockt“

Michelle Janiak stürzte bei „Wer wird Millionär?“ besonders unglücklich auf 500 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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Lockte Günhter Jauch diese Kandidatin auf eine falsche Fährte? Über einen Move des Moderators wird wohl noch viel diskutiert werden. Dass Jauch gedankenverloren ein Lied sang, hielt Michelle Janiak für eine Hilfestellung. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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Michelle Janiak war erstaunt, dass sie am Montag bei „Wer wird Millionär?“ (RTL) die Auswahlrunde gewonnen hatte. „Herr Jauch, ich würde schon gern wissen, wie schnell Sie wären“, dachte sie laut. Der Moderator gab zu: Er hätte als Kandidat in seiner eigenen Sendung „keine Chance - ich bin zu langsam. Das ist das Problem von uns älteren Digital Idiots“.

Jauch versuchte vergeblich, das Missverständnis aufzuklären und die Berlinerin musste sich nach der 4.000-Euro-Frage mit nur 500 Euro zufrieden geben. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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Die Berlinerin ist Eventmanagerin im Marketing und Leistungssportlerin. Ein Joker war bereits bei der 2.000-Euro-Hürde nötig: „In 'Dick & Doof', einem der erfolgreichsten Podcasts Deutschlands, unterhalten sich welche beiden über ihren Alltag?“ auraanja und cringechris, selfiesandra und laserluca, instainga und tindertobi, goofygreta und baboboris? Der Generationsunterschied, den Jauch zuvor selbst betont hatte, betätigte sich als Jauch Probleme hatte, ein Wort aus der Jugendsprache vorzulesen: „cringe“.

Überhangkandidat Peter Wachsmuth aus Wedemark startete bei der 4.000-Euro-Frage und beendete seine Reise mit 64.000 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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Die Lösung der Frage kannte aber auch die junge Dame nicht. Der Publikumsjoker half: 90 Prozent im Studio waren für „selfiesandra und laserluca“. Korrekt! Der Moderator rezitierte Wissen, das ihm seine Redaktion mit auf den Weg gab: Laserluca habe seine Karriere begonnen, indem er sich beim Schauen von Videospielen selbst filmte. „Das ist eine Begabung, die sich mir bis heute nicht erschließt“, gab Jauch zu. Gleichzeitig staunte er aber auch anerkennend darüber, dass man als Influencer wie Laserluca auf fünfeinhalb Millionen Zuschauer kommen kann.
Günther Jauch: „Denken Sie sich einfach, ich hätte nicht gesungen“

Dennis Marr aus Stuttgart erspielte 32.000 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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Maximilian Merg aus Mainz ging ebenfalls mit 32.000 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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4.000 Euro wert: „Rüdiger von Schlotterstein ist v.a. bei lesebegeisterten Kindern bekannt als ...?“ Der kleine Vampir, der kleine Eisbär, der kleine Muck, der kleine Prinz? Michelle Janiak wirkte nicht firm in Kindergeschichten. Ihre Tendenz war „der kleine Prinz“. Günther Jauch riet ihr zum 50:50-Joker. Die Antworten A und C verblieben.

Maximilian Sonntag aus Neu-Ulm arbeitet in Baden-Württemberg als PR-Referent. Er darf nächstes Mal um 2.000 Euro weiterspielen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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„Sch ...“, fluchte die Kandidatin, die gehofft hatte, dass Antwort D verschwinden würde. „Der Opa hat mich in eine Falle gelockt“, zitierte Jauch, was in seinen Augen gerade in Michelle Janiak vorging. Was er noch nicht ahnen konnte: Sein harmlos gemeinter Scherz sollte gleich zu einer bitteren Wahrheit werden ...
Günther Jauch sang gedankenverloren ein Lied über den „kleinen Muck“ bevor er erkannte: Die Kandidatin deutete dies als Hinweis auf die richtige Antwort und wollte nun C wählen. Der Moderator versuchte sofort, seinen Irrtum zu korrigieren: „Denken Sie sich einfach, ich hätte nicht gesungen und Sie müssten es alleine hinkriegen.“ Doch sein Rat kam zu spät: Michelle Janiak wählte „der kleine Muck“ - und plumpste unsanft von der 4.000er-Marke auf nur 500 Euro! Michelle Janiak schaute zwar enttäuscht, sprach aber keine Vorwürfe aus.
Korrekt gewesen wäre Antwort A. Rüdiger von Schlotterstein ist in den gleichnamigen Kinderbüchern „Der kleine Vampir“. (tsch)
