Der Anwalt steht ihm gut: Tom Cruise überzeugte Anfang der 90er souverän in einem packenden Juristenthriller, der längst zum Klassiker avancierte.
Heute im Free-TVSelten war Tom Cruise besser als in dieser ersten Grisham-Verfilmung

Mitch McDerre erfährt, dass sein Arbeitgeber, eine Anwalts-Sozietät, mit der Mafia unter einer Decke steckt: In „Die Firma“ briliert Hollywood-Superstar Tom Cruise (Bild) einmal mehr als Anwalt. (Bild: ARTE / ARTE F / Paramount Pictures)
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Abby (Jeanne Tripplehorn) leidet unter der permanenten Abwesenheit ihres arbeitswilligen Mannes Mitch (Tom Cruise). (Bild: ARTE / ARTE F / Paramount Pictures)
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Zum zweiten Mal hatte sich Hollywood-Beau Tom Cruise Anfang der 90er-Jahre entschlossen, in einem Kinofilm die Rolle eines Rechtsanwalts zu übernehmen. Und er wollte noch mehr: Nach dem Kassenerfolg von „Eine Frage der Ehre“ hätte er auch gerne Regie bei der Verfilmung des John-Grisham-Romans „Die Firma“ (1993) geführt, den ARTE am Sonntag, 30. August, um 20.15 Uhr wiederholt.
Doch das Engagement kam nicht zustande. Cruise gab an, es hätte einer Überarbeitung des Drehbuchs bedurft, zu der ihm die Zeit gefehlt habe. Der Wahrheit näher dürften allerdings die von Paramount geäußerten Bedenken kommen, ein Budget von 50 Millionen Dollar ungern einem Regie-Debütanten zu überlassen.

Der Anwalt Avery Tolar (Gene Hackman, links) stellt den hoch begabten Jura-Absolventen Mitch McDeere (Tom Cruise) in seiner Firma ein. (Bild: ARTE / ARTE F / Paramount Pictures)
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Der verdiente Regisseur Sydney Pollack (“Jenseits von Afrika“, „Tootsie“) übernahm also die Federführung - bei einem Thriller mit solch komplexer Handlung sicher eine gute Entscheidung. Cruise bewies als Schauspieler immerhin und zum wiederholten Mal sein Gespür für charakterstarke Figuren, die sich zudem in einer zügig vorangetriebenen Handlung gut aufgehoben sehen.
David gegen Goliath

Anwalt in Action: Mitch (Tom Cruise) macht sich auf die Suche nach belastendem Beweismaterial und das passt einigen Leuten überhaupt nicht. (Bild: ARTE / ARTE F / Paramount Pictures)
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Cruise spielt in „Die Firma“ den jungen Rechtsanwalt Mitch McDeere, der ein lukratives Angebot von der „Firma“ bekommt. Seine Vorgesetzten verlangen viel, und Mitchs Ehefrau Abby (Jeanne Tripplehorn) ist schon früher als er skeptisch: Zu stark nimmt die „Firma“ Einfluss auf ihr Privatleben.
Mitch kommt schließlich den wahren Hintergründen auf die Spur. Sein Arbeitgeber macht gemeinsame Sache mit der Mafia. Das FBI schaltet sich ein und stellt Mitch vor die Wahl: Entweder er kooperiert mit den Behörden, verliert jedoch wegen Missbrauchs der Schweigepflicht seine Konzession als Anwalt, oder er läuft Gefahr, eines Tages mit der gesamten „Firma“ vor Gericht zu stehen.
Trotz Überlänge erwies sich die erste Verfilmung eines Grisham-Romans als kurzweilige und spannende Kriminalstory, die bis in die Nebenrollen hinein (Gene Hackman, Ed Harris, Holly Hunter, Gary Busey) exzellent besetzt ist. Vor allem aber steht „Die Firma“ für einen der besten Auftritte von Hollywood-Star Tom Cruise. (tsch)
