Ein Softeis für knackige acht Euro? Peter Giesel ist fassungslos. Doch der Preis ist nicht das einzige Problem in der aktuellen Folge von „Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“.
„Mach mal, dass du wegkommst“Peter Giesel legt sich mit Londoner Eisverkäuferin an

Als Giesel acht Euro für ein Softeis bezahlt, ist er außer sich. „Was! Ist die bescheuert?“, regt er sich über die Verkäuferin auf. (Bild: Joyn)
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„Ich hätte gern ein kleines Eis, bitte.“ Moderator Peter Giesel steht mitten auf der Westminster Bridge und will sich eigentlich nur mit einem Softeis von der Hitze abkühlen. Doch aus der kleinen Abkühlung wird ein Wutausbruch. Denn in der aktuellen Folge der Kabel-Eins-Sendung „Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ ist es nicht nur das Wetter, das Giesel ins Schwitzen bringt.
Schon beim Kauf läuft einiges schief. Der Eiswagen steht so ungünstig, dass Kunden beim Bezahlen mitten auf einem stark befahrenen Radweg stehen. Die Verkäuferin warnt Giesel deshalb: „Bitte sei vorsichtig, wenn du hier über die Radspur der Westminster Bridge gehst.“ Giesel möchte nach dem Kauf eine Quittung. „Ich habe kein Papier mehr, Darling“, antwortet die Verkäuferin. Als er schließlich nach dem Preis fragt, verschlägt es ihm die Sprache: „6 Pfund, 50.“
„Was! Ist die bescheuert?“, fragt Giesel seinen Kameramann. Mit dem Eis in der Hand zieht er sich vom Radweg zurück und lässt seinem Ärger freien Lauf. „Erstens: Warum nennt die mich Darling? Zweitens: Warum kann die mir keine Quittung geben?“ Doch vor allem der Preis bringt ihn auf die Palme. „Das ist Softeis“, sagt er ungläubig, „50 Pfennig früher. Hier heute für umgerechnet ... acht Euro.“ Dabei handelt es sich doch nur um ein „popliges Softeis“. Unverschämt.

Seit 2015 deckt Peter Giesel in „Achtung Abzocke“ die Maschen der Urlaubsbetrüger auf. (Bild: Joyn / Robin Ahne)
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„Mach mal, dass du wegkommst da“, pöbelt er in Richtung Eiswagen. Dabei hat er vor lauter Wut noch nicht einmal probiert, was er da eigentlich für 6 Pfund, 50 gekauft hat. Der Geschmackstest folgt. Giesel spuckt das Eis wieder aus. Es schmecke modrig. „Ich brauche zu meinen Hitzewallungen nicht irgendwie noch eine Magen-Darm-Infektion“, klagt er.
„Die haben ganz London im Griff“
Sein Team recherchiert und stößt auf weitere Hinweise: Hinter dem Wagen steckt offenbar ein Familienunternehmen, das bereits seit Jahren Touristen teures Eis verkauft. „Die haben ganz London im Griff“, erklärt Giesel. Der Moderator und sein Team kehren zum Eiswagen zurück und beobachten etwas.
Ein Polizist spricht die Eis-Verkäuferin an und fordert sie auf, mit dem Verkauf an dieser Stelle aufzuhören. Ihre Reaktion? Völlig unbeeindruckt: „Kein Problem. Ich mach das noch 'ne Stunde und dann ziehe ich weiter. Schönen Tag noch, Darling“, stellt sie den Polizisten ruhig. Anscheinend ist nicht nur Giesel ihr „Darling“. Giesel will wissen, ob die Verkäuferin dafür Konsequenzen zu befürchten hat und nähert sich dem Eiswagen. Die Antwort: 100 Pfund Strafe. Für Giesel offenbar noch ein vertretbarer Preis. Aber die Verkäuferin sieht das ganz anders. „Da draußen gibt es genug Diebe, genug Kriminelle. Danach sollen sie suchen.“ Die Polizei würde ihre Zeit mit solchen Kontrollen verschwenden, findet sie. Der Moderator jedoch ist überzeugt, dass dieses Eiswagen-Imperium pure Abzocke ist.
„Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ läuft wöchentlich um 20.15 Uhr bei Kabel Eins und auf Joyn. (tsch)
