Kabel Eins stoppte eine TV-Show wegen „rassistischer“ Posts eines Kandidaten. Das Restaurant spricht nun von einem Hackerangriff.
Nach Kabel Eins-RauswurfBetroffenes Restaurant veröffentlicht Stellungnahme nach Eklat

„Mein Lokal, Dein Lokal“ wird abwechselnd von Christian Henze, Ali Güngörmüs und Robin Pietsch moderiert.
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Wegen „menschenverachtender“ Beiträge eines Kandidaten hat Kabel Eins „Mein Lokal, Dein Lokal“ kurzfristig nicht ausgestrahlt. Jetzt äußern sich die Betreiber des Restaurants und geben eine Erklärung für die Ereignisse ab.
Der TV-Sender Kabel Eins hatte am Montagabend (28. September) die Übertragung neuer Episoden des Formats „Mein Lokal, Dein Lokal“ weniger als eine Stunde vor Ausstrahlung abgesagt.
Betroffen davon war die Jubiläumswoche, während der auch die 2000. Folge hätte laufen sollen. Als Anlass für diesen Schritt nannte der Sender „rassistische, antisemitische und menschenverachtende Aussagen“, welche zuvor auf dem Facebook-Profil eines Kandidaten erschienen sein sollen.
„Mein Lokal, Dein Lokal“ gestrichen: So begründete Kabel Eins die kurzfristige Entscheidung
Die Reaktion des Senders erfolgte am Montagabend (28. September) unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe. Nur knapp eine Stunde vor dem Sendetermin wurden die Episoden für die komplette Woche abgesetzt.
Auf dem Facebook-Kanal der Sendung wurde die Entscheidung so begründet: „Wir sind von den Aussagen des Mitinhabers eines Restaurants sehr entsetzt. Und möchten einmal mehr feststellen: Kabel Eins distanziert sich grundsätzlich von rassistischen, antisemitischen und menschenverachtenden Aussagen“.
Restaurant meldet sich nach Vorwürfen zu Wort: „Unbefugt gehackt“
Inzwischen hat sich das betroffene Restaurant, das sich in einem Berliner Stadtteil befindet, auf seiner eigenen Webseite zu dem Vorfall geäußert. In einer an Gäste, Freunde und Geschäftspartner gerichteten Mitteilung heißt es, sowohl der private Facebook-Account als auch der des Unternehmens seien „unbefugt gehackt“ worden.
Die Betreiber gaben an, derzeit keinen vollständigen Zugriff auf die Konten zu haben. „Solltet ihr dort Beiträge, Kommentare oder Nachrichten sehen, die nicht unserem üblichen Auftreten entsprechen, bitten wir euch, diese nicht zu beachten und keinesfalls als Aussagen von uns zu verstehen“, wird in der Stellungnahme erklärt.
Der genaue Inhalt der Kommentare auf dem privaten Account lässt sich nicht mehr überprüfen, da sowohl dieses Profil als auch das des Restaurants mittlerweile nicht mehr aufrufbar sind.
„Mein Lokal, Dein Lokal“: Betreiber distanzieren sich von Inhalten
Das Restaurant stellte zudem klar, dass man sich von „fremdenfeindlichen, menschenverachtenden, diskriminierenden und anderweitig beleidigenden Aussagen und Inhalten“ vollständig distanziere. Diese würden weder den persönlichen Ansichten noch den Werten des Unternehmens entsprechen.
Infolge des Vorfalls kündigte ein lokaler Sportverein, bei dem das Restaurant laut einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen“ als Sponsor aufgetreten sein soll, „rechtliche und interne Schritte“ an, um die Nutzung seines Logos zu untersagen.
Das Unternehmen arbeite aktuell daran, die Kontrolle über die Social-Media-Konten wiederzuerlangen. Bis zur Klärung des Sachverhalts bitten die Betreiber um Verständnis und darum, von einer „Bewertung oder Beurteilung unserer Person bzw. unseres Unternehmens anhand der veröffentlichten Inhalte abzusehen“. (bas)
