Kölner Stadt-Anzeiger · Community

Kommentare · 0

Abo

Tochter von Michael JacksonParis Jackson fordert 600 Millionen Dollar aus dem Nachlass ihres Vaters

17 Jahre nach dem Tod von Michael Jackson gibt es Streit um das Erbe des Popstars. Seine Tochter verlangt eine hohe Auszahlung für einen Familienfonds.

Paris Jackson posiert.

Paris Jackson verlangt eine hohe Auszahlung für einen Familienfonds. (Archivbild)

Paris Jackson (28) fordert von der Nachlassverwaltung ihres verstorbenen Vaters Michael Jackson (1958–2009) eine Auszahlung von 600 Millionen US-Dollar. Das Geld soll in einen Treuhandfonds fließen, der den drei Kindern des 2009 gestorbenen King of Pop zugutekommen soll. Das berichten die US-Magazine „People“ und „Page Six“ übereinstimmend unter Berufung auf vorliegende Gerichtsunterlagen.

In einem entsprechenden Antrag argumentiert Paris Jackson, dass der Nachlass seit dem Tod ihres Vaters Milliarden von Dollar erwirtschaftet habe. Der für sie und ihre Brüder Prince (29) und Bigi (24) vorgesehene Treuhandfonds sei jedoch bislang nicht mit Geld ausgestattet worden. Sie beantrage deshalb eine Teilausschüttung von 600 Millionen Dollar, umgerechnet mehr als 530 Millionen Euro, oder einen Betrag, den das Gericht für angemessen halte.

Michael Jacksons Kinder warten auf Geld aus dem Treuhandfonds

Nach der ursprünglichen Regelung sollten die drei Geschwister ab ihrem jeweils 21. Geburtstag Einnahmen aus dem Fonds erhalten. Weitere Auszahlungen aus dem eigentlichen Vermögen waren demnach zu ihren 30., 35. und 40. Geburtstagen vorgesehen.

Nach Darstellung von Paris Jackson sei diese Regelung jedoch nicht wie von ihrem Vater beabsichtigt umgesetzt worden. „Mehr als siebzehn Jahre nach seinem Tod ist der Familientreuhandfonds von Michael Jackson nach wie vor nicht mit Mitteln ausgestattet“, heißt es in dem Antrag.

Nachlassverwaltung weist Vorwürfe zurück

Paris Jackson kritisiert demnach, dass sie und ihre Brüder darauf angewiesen seien, dass Nachlassverwalter John Branca über Zeitpunkt und Höhe der Zahlungen entscheide. Die Nachlassverwaltung begründet die bislang ausstehende vollständige Finanzierung des Fonds dagegen mit noch offenen rechtlichen Fragen. Dazu gehört eine Forderung der US-Steuerbehörde, die ursprünglich Steuern und Strafzahlungen in Höhe von insgesamt 700 Millionen Dollar umfasst habe.

Michael Jackson im Video Thriller.

Michael Jackson starb am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren in Los Angeles. (Archivbild)

Die Nachlassverwaltung erklärte gegenüber „People“, sie habe bereits eine gerichtliche Entscheidung erwirkt, durch die die Forderung der Steuerbehörde erheblich reduziert worden sei. Allerdings sei die Angelegenheit noch nicht abgeschlossen und könne sich weiterhin ändern.

Vorwürfe, dass Zahlungen an die Kinder zurückgehalten oder gekürzt würden, seien „völlig frei erfunden“. Mehr als 200 Millionen US-Dollar seien bereits an Paris Jackson und weitere Begünstigte ausgezahlt worden. Laut Testament erhalte „keines seiner Kinder eine Ausschüttung, bevor es in seinen Dreißigern ist“.

Ein Sprecher von Paris Jackson wies diese Darstellung gegenüber dem Magazin zurück und bezeichnete sie als Ablenkungsmanöver. „Paris hat gefordert, den Treuhandfonds teilweise auszustatten – ein Schritt, zu dem Herr Branca schon lange in der Lage und verpflichtet gewesen wäre. Nach jahrelangem Aufschub blieb Paris keine andere Wahl, als selbst einzugreifen“, erklärte der Sprecher.

Branca ist nach dem Tod eines weiteren Nachlassverwalters derzeit allein für die Verwaltung des Erbes zuständig. Ein Gerichtstermin zu dem Streit ist für den 4. Dezember 2026 angesetzt. (jag)