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Vor ProzessbeginnPrinzessin Ingrid Alexandra äußert sich zu Marius Borg Høiby

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Prinzessin Ingrid Alexandra lacht.

Kurz vor Beginn des Prozesses gegen Marius Borg Høiby äußert sich Prinzessin Ingrid Alexandra erstmals öffentlich. (Archivbild)

In Norwegen sorgt der anstehende Prozess gegen Marius Borg Høiby weiter für Aufmerksamkeit. Nun äußert sich erstmals seine Halbschwester.

Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen hat sich erstmals öffentlich zu dem bevorstehenden Gerichtsverfahren gegen ihren Halbbruder Marius Borg Høiby geäußert. In einem Gespräch mit dem norwegischen Sender NRK lehnte die 22-Jährige jedoch jede inhaltliche Stellungnahme ab.

Prinzessin Ingrid Alexandra: „Das ist Sache des Rechtsstaats“

Auf die Frage nach dem Prozessbeginn sagte die Prinzessin wörtlich, der Fall müsse vom Rechtsstaat behandelt werden. Es sei aus ihrer Sicht nicht angemessen, dass sie sich dazu äußere. Ob sie derzeit Kontakt zu ihrem Halbbruder habe, ließ sie ebenfalls offen.

Marius Borg Høiby, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung, muss sich ab Anfang Februar vor einem Gericht in Oslo verantworten. Die Anklage umfasst insgesamt 32 Vorwürfe, darunter schwere Sexualdelikte, Gewalt in einer früheren Partnerschaft, Bedrohungen sowie Verkehrsdelikte.

Zusätzlich wurden kürzlich weitere Anklagepunkte ergänzt, unter anderem im Zusammenhang mit mutmaßlichem Drogenhandel und Verstößen gegen ein Kontaktverbot.

Staatsanwalt: Keine Sonderbehandlung für Marius Borg Høiby vor Gericht

Der Prozess soll am 3. Februar beginnen und bis Mitte März andauern. Der zuständige Staatsanwalt betonte, dass es sich um äußerst schwere Vorwürfe handele. Die Zugehörigkeit Høibys zur Königsfamilie dürfe dabei weder zu einer milderen noch zu einer strengeren Behandlung führen.

Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon und Marius Borg Høiby (r) anlässlich des 25. Thronjubiläums von König Harald.

Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon und Marius Borg Høiby (r) anlässlich des 25. Thronjubiläums von König Harald. (Archivbild)

Bereits Ende Dezember hatte sich Kronprinzessin Mette-Marit in einem Interview mit der Zeitung „The Times“ zu den Vorwürfen geäußert. Sie wies den Vorwurf zurück, ihren Sohn vor einer möglichen Festnahme gewarnt zu haben, und erklärte, die Situation sei für die Familie eine große Belastung. Besonders schmerzlich sei für sie die Kritik an ihrem Verhalten als Mutter.

Ingrid Alexandra ist derzeit zu einer Studienpause in Norwegen, im Alltag lebt sie jedoch in Down Under, wo sie seit August 2025 an der University of Sydney eingeschrieben ist. Dort absolviert sie ein dreijähriges Bachelor-Studium der Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt auf internationalen Beziehungen und politischer Ökonomie. (jag)