Im „Morgenmagazin“ des ZDF konfrontiert Moderator Mitri Sirin die neue Kanzleramtschefin Nina Warken mit „historisch schlechten Umfragewerten“. Die CDU-Politikerin verweist auf die derzeitigen Herausforderungen - und darauf, dass Beliebtheit nicht oberste Priorität habe.
Regierung ist „nicht unbedingt beliebt“, räumt Nina Warken im ZDF ein„Aber darum geht es auch nicht“

Kanzleramtschefin Nina Warken hat sich im ZDF-Moma zu den schlechten Umfragewerten der Regierung geäußert. (Bild: ZDF)
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Laut einer aktuellen Befragung des ZDF-Politbarometers halten 70 Prozent der Menschen in Deutschland die Arbeit der derzeitigen Bundesregierung für „eher schlecht“. Im Falle von Kanzler Friedrich Merz sind gar 75 Prozent dieser Ansicht. „Das sind historisch schlechte Umfragewerte“, bilanziert „Morgenmagazin“-Moderator Mitri Sirin im Gespräch mit Nina Warken.
Die neue Kanzleramtschefin räumt ein: „Natürlich gibt es Luft nach oben bei den Umfragewerten. Das sehen wir auch.“ Gleichzeitig stehe die Regierung vor „großen Herausforderungen“. Es brauche Mut, die geplanten Reformen anzugehen, sagt Warken - zumal diese „zunächst“ zu Einschnitten innerhalb der Bevölkerung führen werden. „Das wird nicht alles unbedingt am ersten Tag besser werden, sondern braucht ein Stück“, betont die CDU-Politikerin. „Dafür ist man dann nicht unbedingt beliebt, aber darum geht es auch nicht.“ Vielmehr sei wichtig, dass nun „gehandelt“ werde.
„Es geht aber auch um Vertrauen, Frau Warken“, unterbricht Mitri Sirin seinen Gast. „Das ist richtig“, bestätigt Warken, Vertrauen müsse man gewinnen. „Man muss die Menschen mitnehmen, man muss gut kommunizieren, man muss ihnen auch erklären, was passiert.“
„Nur, weil der Kanzler weniger sichtbar war, heißt das nicht, er ist nicht informiert“
Die Annahme, dass man sich im Kanzleramt nicht damit beschäftige, was für die Bevölkerung wichtig sei, will die ehemalige Gesundheitsministerin indessen nicht stehen lassen. „Es ist so, dass wir natürlich mitbekommen, was die Menschen interessiert“, lässt Warken ihr Gegenüber wissen. „Natürlich sind wir alle in unseren eigenen Bereichen und eigenen Ressorts immer auch im Austausch mit den Menschen - mit denen, die unsere Politik betrifft.“
Auch, dass Friedrich Merz in den Augen vieler zuletzt „wochenlang nicht sichtbar“ gewesen sei, dürfe der 47-Jährigen zufolge nicht zu falschen Schlüssen führen. „Nur, weil der Kanzler weniger sichtbar war, heißt das ja nicht, er ist nicht informiert, er hat nicht gearbeitet, er hat nichts getan“, erklärt Warken. „Das hat er sehr wohl.“ So sei Merz „immer informiert“ und „im Austausch“ gewesen, beteuert die Chefin des Bundeskanzleramts. „Das muss man ganz klar sagen.“
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