„Nürnberg“, „Vier minus drei“ und „Solo Mio“: Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.
Russell Crowe als Hermann GöringDas sind die DVD-Highlights der Woche

Oscargewinner Russell Crowe (“Gladiator“) spielt in „Nürnberg“ den ehemaligen Reichsmarschall Hermann Göring. (Bild: Leonine/Sony Pictures Classics/Scott Garfield)
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Ein schwieriger, zuweilen unberechenbarer Charakter - so wurde Russell Crowe in der Vergangenheit öfter mal eingestuft, etwa nachdem er vor Jahren mal ein Telefon nach einem Hotel-Rezeptionisten warf und kurzzeitig in Polizeigewahrsam landete. Derartige Aussetzer gab es mehrfach. Inzwischen sei er nicht mehr so hitzköpfig, versicherte der Australier vor einiger Zeit. Ein richtiger Sympathieträger wird er aber wohl nicht mehr, und seine neueste Kinorolle macht ihn gewiss auch nicht sympathischer - aber sie ringt doch Respekt ab, allein dafür, dass er sich überhaupt darauf eingelassen hat: Im Historienfilm „Nürnberg“ verkörpert Oscargewinner Russell Crowe (“Gladiator“) den hochrangigen Nazi Hermann Göring. Der Film erscheint nun ebenso wie die Bestseller-Verfilmung „Vier minus drei“ und die romantische Komödie „Solo Mio“ auf DVD und Blu-ray.
„Nürnberg“ (VÖ: 21. August)

„Nürnberg“ ist ein Historiendrama über die Nürnberger Prozesse. (Bild: Leonine)
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Nürnberg im Jahr 1945. Die Trümmer des Krieges dominieren das Bild, die Aufarbeitung des von Adolf Hitler heraufbeschworenen Schreckens hat gerade erst begonnen. Russland, Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten bereiten einen gigantischen Prozess vor, um die verbliebenen Naziverbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Es gibt keine Anleitung, wie man so einen Prozess aufbaut, aber er soll doch möglichst gut vorbereitet sein. So kommt es auch zur Begegnung von Hermann Göring (Russell Crowe), dem ehemaligen Reichstagspräsidenten und Reichsluftfahrtminister, und Gefängnispsychiater Douglas M. Kelley (Rami Malek). Was sind das für Menschen, die Hitler folgend die ganze Welt ins Chaos stürzten? Und wer von ihnen trägt konkret welche Schuld?

Barbara (Valerie Pachner) und Heli (Robert Stadlober) sehen es als ihre Lebensaufgabe, andere Menschen zum Lachen zu bringen. Doch dann zerstört ein schwerer Schicksalsschlag ihre gemeinsame Zukunft. (Bild: Alamode Film / Polyfilm / Nikolett Kustos)
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Douglas Kelley soll bei der Einschätzung helfen und in Nürnberg die Psyche mehrerer Angeklagter durchleuchten. 24 Menschen saßen seinerzeit bei den Nürnberger Prozessen auf der Anklagebank. Dass in „Nürnberg“ ausgerechnet der ehemalige „Reichsmarschall“ Göring so stark in den Fokus rückt, hat vor allem mit den hier zugrundeliegenden Quellen zu tun. Der Sohn von Douglas Kelley übergab vor einigen Jahren diverse persönliche Aufzeichnungen des Psychiaters an den Journalisten Jack E-Hai, der darauf basierend das (teils spekulative) Sachbuch „Der Nazi und der Psychiater“ verfasste.
Preis DVD: circa 15 Euro
US, 2025, Regie: James Vanderbilt, Laufzeit: 143 Minuten
„Vier minus drei“ (VÖ: 20. August)

„Vier minus drei“ basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Barbara Pachl-Eberhart. (Bild: Alamode Filmverleih)
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Es ist einer der schlimmsten Schicksalsschläge, die sich ein Mensch vorstellen kann: Durch einen Autounfall im Jahr 2008 verlor Barbara Pachl-Eberhart auf einen Schlag ihren Mann und ihre zwei gemeinsamen Kinder. Ihren Schmerz verarbeitete die heute 52-jährige Österreicherin in einem Roman: „Vier minus drei. Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand“ erschien 2012 und wurde zum Bestseller, der nun verfilmt wurde: Valerie Pachner schlüpft in dem preisgekrönten Spielfilm „Vier minus drei“ in die Rolle der Barbara Eberhart. Deren Mann Heli Eberhart spielt Robert Stadlober. Die beiden sind professionelle Clowns. Eines Tages bringt ein Anruf von Barbaras Freundin Sabine (Stefanie Reinsperger) das Familienglück ins Wanken: „Da war ein Unfall mit einem Clownbus“, sagt sie. Heli ist tot, die beiden Kinder sterben wenig später im Krankenhaus. Doch Barbara will nicht aufgeben: „Ich bin am Leben und möchte Teil des ganz normalen Lebens bleiben“. Auch, wenn ihr besorgtes Umfeld ihr anfangs Steine in den Weg legt ...

Gia (Nicole Grimaudo) zeigt Matt (Kevin James) ihre Heimat. (Bild: Leonine/Constantin Film Distribution GmbH)
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„Vier minus drei“ wurde fünfmal mit dem Österreichischen Filmpreis 2026 ausgezeichnet. Eine der Trophäen ging an Valerie Pachner als beste Hauptdarstellerin.
Preis DVD: circa 18 Euro

In „Solo Mio“ wird Kevin James vor dem Altar versetzt. Also beschließt er, allein auf Hochzeitsreise zu gehen. (Bild: Leonine)
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AT/DE, 2026, Regie: Adrian Goiginger, Laufzeit: 116 Minuten
„Solo Mio“ (VÖ: 21. August)
So hatte sich Matt Taylor (Kevin James) den angeblich schönsten Tag seines Lebens nicht vorgestellt: Am Tag seiner Hochzeit in einer Kirche in Italien wird er von seiner Verlobten Heather (Julie Ann Emery) am Altar versetzt. Alles, was ihm von ihr bleibt, ist ein Abschiedsbrief und die gemeinsame Hochzeitsreise. Die ist nämlich bereits gebucht und eine Stornierung ausgeschlossen. Es wäre doch zu schade, das bereits bezahlte Honeymoon-Paket einfach so verfallen zu lassen, meint der Concierge. Er soll doch einfach allein verreisen, rät er - getreu dem Filmtitel „Solo Mio“. Es dauert nicht lange, da lernt Matt ein paar nette Menschen kennen, die ihm bei der Überwindung seiner Trauer helfen. Und dann ist da noch Gia (Nicole Grimaudo), die charmante Besitzerin eines Cafés ...
„Solo Mio“ erzählt eine weitestgehend klassische Rom-Com-Geschichte. Für den extra Starfaktor sorgen abgesehen von Kevin James die Musik-Stars Andrea Bocelli und Ed Sheeran. Sie spielen sich selbst.
Preis DVD: circa 16 Euro
US, 2026, Regie: Charles Francis Kinnane/Dan Kinnane, Laufzeit: 93 Minuten (tsch)
