Eine neu aufgetauchte E-Mail von Sarah Ferguson an Jeffrey Epstein enthält eine vulgäre Bemerkung über ihre Tochter Eugenie.
E-Mail an EpsteinVulgärer Spruch von Sarah Ferguson über ihre Tochter Eugenie

Sarah Ferguson erlebt derzeit turbulente Zeiten. (Archivbild)
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Der Fall Jeffrey Epstein bringt weiterhin verstörende Details ans Licht. Wie das US-Magazin „People“ berichtet, steht nun Sarah Ferguson im Zentrum der Kritik. In einer neu veröffentlichten E-Mail aus dem Jahr 2010 an den verurteilten Sexualstraftäter äußert sich die ehemalige Ehefrau des ehemaligen Prinz Andrew auf vulgäre Weise über ihre eigene Tochter, Prinzessin Eugenie.
Vulgäre Wortwahl in Nachricht an verurteilten Straftäter
Eugenie war zum Zeitpunkt der Mitteilung im März 2010 erst 19 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt war Epstein bereits wegen Sexualdelikten an Minderjährigen verurteilt worden und hatte eine Gefängnisstrafe verbüßt. Trotzdem pflegte Ferguson anscheinend einen engen Kontakt zu ihm.
Auf eine Anfrage von Epstein bezüglich einer Reise nach New York antwortete Ferguson laut den vom US-Justizministerium freigegebenen Dokumenten: „Noch nicht sicher. Ich warte nur darauf, dass Eugenie von einem Vögel-Wochenende (Original: „shagging weekend“) zurückkommt!!“
„Heirate mich einfach“: Fergusons Nähe zu Epstein
Die Enthüllungen gehen allerdings noch weiter. In zusätzlichen Mails, die bereits vom „Daily Mail“ aufgegriffen wurden, zeigte sich die Herzogin von York beinahe unterwürfig gegenüber dem Multimillionär. In einer Nachricht formulierte sie: „Du bist eine Legende. Mir fehlen die Worte, um meine Liebe, Dankbarkeit für deine Großzügigkeit und Freundlichkeit zu beschreiben. Ich stehe dir zu Diensten. Heirate mich einfach.“

Sarah Ferguson zu Epstein: „Ich stehe dir zu Diensten. Heirate mich einfach.“ (Archivbild)
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Hintergrund dieser sonderbaren Dankbarkeit war vermutlich finanzielle Unterstützung: Epstein soll Ferguson damals geholfen haben, Schulden bei ihren Angestellten zu begleichen.
Schweigen im Palast
Während die Anschuldigungen und peinlichen Details aus den rund drei Millionen veröffentlichten Dokumenten die Schlagzeilen bestimmen, bleibt es von offizieller Seite still. Ein Sprecher von Sarah Ferguson lehnte gegenüber „People“ eine Stellungnahme ab. Auch der Buckingham Palast schweigt bisher zu den heiklen Nachrichten.
Für das britische Königshaus ist dies ein weiterer Rückschlag in der andauernden Epstein-Affäre. Diese hat insbesondere Ex-Prinz Andrew bereits seinen Status als arbeitendes Mitglied der königlichen Familie sowie seine militärischen Titel gekostet. (jag)

