Bata Illic gehörte über Jahrzehnte zu den Stars des Schlagers und trat regelmäßig im TV auf. Diese Zeiten sind laut einem Interview vorbei.
Keine TV-Einladungen mehrSchlager-Legende spricht über schwere Zeiten im Fernsehen

Einladungen ins Fernsehen, so wie hier bei Stefan Mross bei „Immer wieder sonntags“, sind für Bata Illic selten geworden. (Archivbild)
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Er prägte den deutschen Schlager über Jahrzehnte und feierte mit Titeln wie „Michaela“, „Candida“ oder „Schwarze Madonna“ große Erfolge: Bata Illic steht seit einer halben Ewigkeit auf der Bühne. Im Fernsehen ist der 86-Jährige mittlerweile jedoch nur noch selten zu sehen.
In einem Gespräch mit „t-online“ sprach der Sänger nun offen über die Hintergründe und erklärte, warum er gerne wieder in den großen Unterhaltungsformaten zu Gast wäre – entsprechende Anfragen derzeit aber fehlen.
Bata Illic ist enttäuscht: Keine Einladung zu Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella
In den 1970er-Jahren zählte Illic zum festen Inventar der großen Samstagabendshows. Inzwischen habe sich die TV-Landschaft stark gewandelt. Sendungen wie die von Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella verfolge er dennoch mit großem Interesse und würde dort gerne auf der Bühne stehen.
Die Entscheidung liege jedoch nicht bei ihm: „Ich schätze beide sehr und wäre dort gerne dabei. Aber es kommt darauf an, ob ihnen meine Lieder gefallen. Darauf habe ich keinen Einfluss. Ich kann nur singen. Wenn ihnen kein Lied von mir gefällt, habe ich Pech.“
Sorge um Schlagerformate im Fernsehen
Neben der eigenen Situation blickt der Musiker auch mit Skepsis auf die generelle Entwicklung klassischer Unterhaltungssendungen. Besonders das Aus der Sendung „Immer wieder sonntags“ bedauert er. Moderator Stefan Mross sei „wirklich ein sehr guter Moderator für diese Art von Sendung“ gewesen, die zudem ein wichtiges Sprungbrett für den Nachwuchs geboten habe.
Positiv hebt Illic den ZDF-„Fernsehgarten“ hervor, der unverändert viele Zuschauer anziehe. Moderatorin Andrea Kiewel erfährt von ihm deutliches Lob: „Sie ist bunt, herzlich und gibt auch jungen Musikern die Chance, sich zu präsentieren.“
Trotz der Veränderungen auf dem TV-Markt ist die Live-Musik nach wie vor der Mittelpunkt seines Lebens. Ans Aufhören denkt der 86-Jährige nicht.
Selbst ein schwerer Treppensturz mit Hüftfraktur Ende 2023 konnte ihn nicht lange aufhalten. Nach kurzer Genesungszeit stand der Sänger wieder vor seinem Publikum. Im Jahr zuvor hatte er sein bislang letztes Album „Goldene Zeiten” veröffentlicht und damit nach 48 Jahren erstmals wieder den Sprung in die deutschen Album-Charts geschafft.
