Die Schweizer Sängerin spricht offen über Mobbing, Essstörungen, Panikattacken und suizidale Gedanken in ihrer Jugend.
„Ich kann nicht mehr leben“Stefanie Heinzmann spricht offen über schwere psychische Krisen

Stefanie Heinzmann auf der Bühne. (Archivfoto)
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In einem Interview mit dem SWR3 hat die Schweizer Sängerin Stefanie Heinzmann über ihre langjährigen Kämpfe mit mentalen Problemen gesprochen. Die heute 37-Jährige, die seit 20 Jahren in Therapie ist, berichtete von Mobbing in ihrer Jugend, von Essstörungen, Selbstverletzungen, schweren Panikattacken und suizidalen Gedanken.
Ein erschütternder Tagebucheintrag aus ihrer Teenagerzeit lautet: „Ich will nicht sterben, aber ich kann nicht mehr leben.“ In einer akuten Krise nahm sie sich selbst in die geschlossene Psychiatrie auf. Ihr aktuelles Album „Circles“ sei in enger Zusammenarbeit mit ihrer Therapeutin entstanden und verarbeite diese Lebensphasen musikalisch.
Stefanie Heinzmann über ihre dunkelsten Zeiten
Heinzmann betont, dass sie trotz anhaltender Ängste gelernt habe, auf ihren Körper zu hören, und dass sie mit der Unterstützung ihrer Familie und der Therapie ein stabiles Leben als Künstlerin führen könne.
Die Sängerin gab vor einer Woche zu, dass sie nach eigenen Angaben einige Tage lang überraschend stark unter ihrem frühen Rausschmiss bei der Show „The Masked Singer“ im Jahr 2020 litt. Sie habe sich damals seltsam „bloßgestellt gefühlt“, erzählte die 37-Jährige im SWR3-Podcast „Talk mit Thees“.
„Ich habe wirklich nur geweint und dann bin ich nach Hause und dann habe ich wirklich drei Tage durchgehend geweint.“ Heinzmann war im März 2020 bei der ProSieben-Musikrateshow mit Dalmatiner-Maske aufgetreten und als erste Kandidatin ausgeschieden.
Stefanie Heinzmann ist eine Schweizer Soul- und Popsängerin, die 2008 durch ihren Sieg in Stefan Raabs TV-Casting „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ bekannt wurde. Mit ihrer kraftvollen, souligen Stimme veröffentlichte sie seitdem mehrere überwiegend englischsprachige Alben („Masterplan“, „Roots to Grow“, „Chance of Rain“, „All We Need Is Love“, „Labyrinth“) und gilt im deutschsprachigen Raum als etablierte Künstlerin. (mbr)
