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Netflix-Doku „The Crash“Vater von Doppelmörderin Mackenzie Shirilla als Lehrer suspendiert

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Mackenzie Shirilla im Gefängnis.

Mackenzie Shirilla wurde wegen Mordes an Dominic Russo und Davion Flanagan zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, nachdem sie das Auto mit den beiden Männern absichtlich gegen eine Betonwand gesteuert hatte. In der Netflix-Doku „The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird“ kommt sie erstmals zu Wort.

Die Netflix-Doku „The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird“ sorgt für Schlagzeilen und führt zur Beurlaubung ihres Vaters.

Steve Shirilla, der Vater von Mackenzie Shirilla, ist an der Mary Queen of Peace School in Cleveland von seinem Dienst als Kunst- und Medienlehrer freigestellt worden. Der Grund für diese Entscheidung der Schulleitung ist laut einem Artikel von „People“ seine Mitwirkung an der neuen Netflix-Dokumentation „The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird“, die am Freitag, den 15. Mai, veröffentlicht wurde.

Vorwürfe gegen den Lehrer

In der Dokumentation äußert sich Shirilla zur Verurteilung seiner Tochter. Mackenzie Shirilla wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, nachdem sie im Juli 2022 mit fast 160 Stundenkilometern gegen eine Mauer gefahren war. Bei dem Unfall kamen ihr damaliger Freund Dominic Russo und ein gemeinsamer Bekannter, Davion Flanagan, ums Leben. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass sie den Aufprall vorsätzlich herbeigeführt hatte.

Die Entscheidung der Schule erfolgte nach Beschwerden über Shirillas Aussagen im Film. Er nahm seine Tochter öffentlich in Schutz und äußerte sich unter anderem unkritisch zum Drogenkonsum seiner Tochter. Zudem sah sich der Lehrer Kritik für seine Kleidung während der Dreharbeiten ausgesetzt; er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „BOOM“, was viele Zuschauer als taktlos im Kontext des tödlichen Unfalls empfanden.

Reaktionen auf die Beurlaubung

Die Schulleitung teilte den Eltern per E-Mail mit, dass ein Lehrer aufgrund von Vorwürfen mangelnden Urteilsvermögens beurlaubt wurde. Es wurde betont, dass das Wohlbefinden und Vertrauen der Schülerinnen und Schüler oberste Priorität habe.

Gegenüber lokalen Medien bestätigte Shirilla seine Freistellung. Er äußerte sich unzufrieden mit dem Schnitt der Dokumentation, hielt aber an seiner Überzeugung fest, dass seine Tochter unschuldig sei.

Eltern der Schule äußerten sich laut „People“ gespalten. Einige verteidigten den Lehrer und wiesen darauf hin, dass die Taten seiner Tochter nicht mit seiner beruflichen Eignung in Verbindung gebracht werden sollten. Es sei unfair, dass die Schule und die Schüler aufgrund der familiären Situation des Lehrers nun Hass und Drohungen ausgesetzt seien. (jag)