Die Schmerzen sind zurück: Tom Kaulitz leidet erneut unter starken Kopfschmerzattacken und spricht darüber in seinem Podcast.
Unerträgliche SchmerzenTom Kaulitz spricht über seine ernste Krankheit

Tom Kaulitz und Heidi Klum bei der Bambi-Verleihung. (Archivbild)
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Für den Musiker Tom Kaulitz hat eine schwierige Phase begonnen. Der durch Tokio Hotel und als Ehemann von Heidi Klum bekannte Künstler sprach in der Audio-Sendung „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“, die er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Bill Kaulitz moderiert, offen über die Rückkehr seiner chronischen Erkrankung.
Tom Kaulitz leidet an chronischen Kopfschmerzen
„Leider bin ich in meiner Clusterkopfschmerz-Periode angekommen“, erklärte Tom Kaulitz. Nach über einem Jahr ohne Beschwerden trifft ihn die Krankheit nun wieder mit voller Härte. Seit etwa einer Woche kämpft er erneut mit den heftigen Attacken, ein Anfall sei besonders qualvoll gewesen.
Er beschreibt die Schmerzen als extrem: „Ich habe wirklich für eineinhalb Stunden gedacht, ich würde mir am liebsten den Kopf abhacken.“ Die Intensität bewertet er diesmal auf einer Skala bis zehn mit dem Höchstwert.
Medikamente helfen kaum: Tom Kaulitz kämpft gegen extreme Schmerzattacken
Der Gitarrist verwendet starke Mittel wie Injektionen, Infusionen und Nasensprays, um die Schmerzphasen durchzustehen. Er gibt jedoch zu, dass selbst diese Arzneien keine garantierte Linderung bieten. „Wenn ich auf einer Zehn bin, dann geht gar nichts“, klagt Kaulitz. In solchen Augenblicken sehe er aus „wie vom Teufel besessen“.

Die Gebrüder Kaulitz auf dem roten Teppich. (Archivbild)
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Trotz der starken Schmerzen sucht Tom Kaulitz Ablenkung, etwa beim Fernsehen. Sein Bruder Bill Kaulitz unterstützt ihn dabei. Auch die Arbeit am Podcast helfe, auf andere Gedanken zu kommen. „Jetzt gerade geht es mir gut“, sagte er während der Aufzeichnung.
Bei Clusterkopfschmerz handelt es sich um eine seltene, aber sehr schwere Form von Kopfschmerzen. Typisch sind heftige, meist einseitige Attacken, die sich auf den Bereich um Auge, Stirn oder Schläfe konzentrieren.
Ein Anfall kann zwischen 15 Minuten und drei Stunden dauern und tritt häufig gehäuft über Wochen auf. Typische Begleiterscheinungen sind tränende Augen, eine laufende Nase und starke innere Unruhe. Die Erkrankung gilt als nicht heilbar, kann jedoch medikamentös behandelt werden. (jag)

