In der Stadt Fairfield (Kalifornien) hat sich am Freitagabend ein tödlicher Vorfall ereignet, Medien wie NBC News berichteten über den Fall. Gegen 20:30 Uhr Ortszeit eröffnete ein bislang Unbekannter das Feuer in einem „Spirit Halloween“-Geschäft im Einkaufszentrum Solano Town Center.
Bei dem Angriff wurde ein Mensch getötet, sechs weitere Verletzte wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Laut Polizeichef Dan Marshall befinden sich mindestens drei der Opfer in einem kritischen Zustand. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem Schützen.
Augenzeugen schildern dramatische Szenen. David Bernal, dessen Frau sich während der Schüsse im Laden befand, berichtete dem TV-Sender KCRA: „Sie hörte fünf laute Knalle und rannte sofort los.“ Gemeinsam mit anderen Kunden konnte sie sich über einen Notausgang auf der gegenüberliegenden Seite des Einkaufszentrums ins Freie retten. Sie stehe nach dem Vorfall unter Schock.
Zweiter Vorfall in Michigan
Nur wenige Stunden vor den Schüssen in Fairfield kam es in einer weiteren „Spirit Halloween“-Filiale in Madison Heights (Michigan) zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung.
Dabei erlitt ein 21-jähriger Mann schwere Verletzungen und erlag diesen später im Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter (ebenfalls 21) wurde von Umstehenden bis zum Eintreffen der Polizei überwältigt und dabei leicht verletzt.
Nach bisherigen Erkenntnissen stehen die beiden Taten in keinem Zusammenhang zueinander.
Hintergrund: Halloween-Hype und das Risiko von Zwischenfällen
Halloween zählt in den USA zu den kommerziell bedeutendsten Festen: Nach Angaben der National Retail Federation geben Amerikaner jährlich Milliarden für Kostüme und Dekoration aus. Pop-up-Ketten wie Spirit Halloween erleben in den Tagen vor dem 31. Oktober ihren größten Ansturm.
Sicherheitsbehörden und Kriminologen warnen vor einem erhöhten Konfliktpotenzial rund um das Feiertagswochenende. So belegen Auswertungen der Forschungsgruppe Gun Violence Archive regelmäßig eine Zunahme von Schusswaffenvorfällen an Halloween. Als Hauptursachen gelten die hohe Dichte an Großveranstaltungen, erhöhter Alkoholkonsum und spontane Eskalationen im öffentlichen Raum.
Polizeibehörden verweisen in ihren jährlichen Sicherheitshinweisen auf den Risikofaktor der Anonymität. Maskierungen und Kostüme lassen verdächtiges Verhalten im Getümmel schwerer erkennen und erschweren die spätere Fahndung über Videomaterial erheblich.
Die Nacht vor Halloween (30. Oktober) hat in den USA traditionell ein erhöhtes Vandalismus-Risiko, weshalb US-Polizeidienststellen Ende Oktober landesweit mit verstärkter Präsenz operieren. (RND)

