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Waggons entgleistSchweres Zugunglück in Spanien – viele Todesopfer befürchtet

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind südlich von Madrid zusammengeprallt. Die Lage ist unübersichtlich.

Polizisten stehen vor der Informationsanzeige am Bahnhof Santa Justa, auf dem die Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Madrid und Andalusien nach dem Zugunglück angezeigt wird.

Zwei Züge stießen am Bahnhof der Stadt Urda in der Provinz Toledo zusammen.

Ein schweres Zugunglück hat Spanien erneut erschüttert. Diesmal in der Nähe von Madrid. Ersten Angaben der Regionalbehörden zufolge sind dabei mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Es wird jedoch das Schlimmste befürchtet. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, sagte eine Sprecherin der Region Kastilien-La Mancha.

Nach Behördenangaben kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen (28. Oktober) rund 150 Kilometer südlich von Madrid. Bei dem Unglück nahe Urda in der Provinz Toledo entgleisten zwei Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo.

Blick auf einen der beiden Züge, der an einem Zusammenstoß beteiligt war.

Blick auf einen der beiden Züge, der an einem Zusammenstoß beteiligt war.

Zugunglück in Spanien kostet viele Menschenleben

Die Waggons stürzten nach Informationen des Fernsehsenders „RTVE“ einen Bahndamm hinunter. Der zweite Zug stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe.

Der Unfall ereignete sich Medienberichten zufolge gegen 9 Uhr. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen.

„Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Polizisten stehen vor der Informationsanzeige am Bahnhof Santa Justa, auf dem die Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Madrid und Andalusien nach dem Zugunglück angezeigt wird.

Polizisten stehen vor der Informationsanzeige am Bahnhof Santa Justa, auf dem die Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Madrid und Andalusien nach dem Zugunglück angezeigt wird.

Bahnverkehr südlich um Madrid komplett eingestellt

Alle verfügbaren Kräfte würden zur Unglücksstelle entsandt, sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes. Rettungshubschrauber, Feuerwehr und mobile intensivmedizinische Rettungsfahrzeuge seien im Einsatz.

Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar.

Erst im Januar waren 46 Menschen ums Leben gekommen, als in Südspanien zwei Hochgeschwindkeitszüge kolllidierten. (dpa/afp/mbr)