Schweres Unglück im Himalaya: Zwei Hubschrauber sind am Dienstag (3. November) in der Region um den Mount Everest in Nepal zusammengestoßen und abgestürzt.
Nach Angaben der Polizei kam dabei ein 47-jähriger Tourist aus Indien ums Leben. Ein 53-jähriger Neuseeländer indischer Abstammung wurde verletzt und in ein Krankenhaus in Kathmandu gebracht. Beide Piloten überlebten den Unfall.
Zwei Hubschrauber kollidiert: Indischer Tourist stirbt bei Unglück in Nepal
Die Maschinen kollidierten nach Polizeibericht während des Anflugs auf den Hubschrauberlandeplatz in Pheriche im Distrikt Solukhumbu. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch ungeklärt, wie Bezirkspolizeichef Nabin Raja Budhathoki mitteilte. Der indische Tourist starb noch am Unfallort.
Hubschrauber spielen in Nepal eine wichtige Rolle im Tourismus- und Rettungswesen. Sie transportieren Bergsteiger, Touristen und Ausrüstung in die schwer zugänglichen Bergregionen und werden regelmäßig bei Rettungseinsätzen eingesetzt.
Immer wieder Unfälle mit Hubschraubern rund um den Mount Everest
In der Vergangenheit hat sich Nepal wiederholt als Flugrisikogebiet erwiesen. Die nepalesische Luftfahrtbehörde steht wegen mangelhafter Sicherheitsstandards und unzureichender Wartungsvorschriften in der Kritik internationaler Experten.
Erst im Januar 2023 kamen 72 Menschen bei dem Absturz einer Turboprop-Maschine der Yeti Airlines ums Leben – es war das schlimmste Flugzeugunglück des Landes seit 14 Jahren. Auch Hubschrauberunglücke sind in den Bergen keine Seltenheit, denn die extremen Höhenlagen, plötzliche Windböen und die rasch wechselnden Wetterbedingungen machen jeden Flug zur Herausforderung.
Besonders kritisch sind die sogenannten „Visual Flight Rules”-Operationen (VFR), bei denen Piloten auf Sicht fliegen müssen. Das kann bei schlechter Witterung zu fatalen Fehlentscheidungen führen.
Nepal beherbergt acht der 14 Berge über 8000 Metern Höhe, darunter den Mount Everest. Der Bergsteiger- und Wandertourismus ist eine bedeutende Einnahmequelle des Landes. (mbr)

