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Anis Amri kündigte mehrfach Anschläge an IS-Netzwerk bot ihm ein „Full-Service-Paket“

Anis Amri

Anis Amri.

Köln – Der Attentäter Anis Amri, der auf einem Berliner Weihnachtsmarkt zwölf Menschen tötete, hat NRW-Ermittlern zufolge mehrfach Anschläge angekündigt. So erhielt das Landeskriminalamt Düsseldorf nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe) im Frühjahr 2016 Berichte darüber, dass der 24-Jährige andere Personen auffordere, mit ihm gemeinsam mit ihm Anschläge in Deutschland zu begehen.

Amri soll geprahlt haben

Im Internet soll Amri nach Anleitungen zum Bombenbau gesucht haben. Außerdem wolle er sich „großkalibrige Schnellfeuergewehre“ beschaffen, notieren die Fahnder. Im Juli 2016 berichtet ein Undercover-Agent dem LKA Düsseldorf, Amri habe damit geprahlt, ein Blutbad anzurichten. Erneut habe er „mehrfach davon gesprochen, Anschläge zu begehen.“

„Full-Service-Paket“

Ein Islamisten-Netzwerk, indem sich auch Amri bewegt haben soll, bot laut Insidern ein „Full-Service-Paket“ für die selbst ernannten Gotteskrieger an. Sie erhielten gefälschte Ausweise, Kontaktnummern von Schleusern und Hinweise zu als Taxifahrer getarnten Verbündeten sowie zu Unterschlupfmöglichkeiten an der türkisch-syrischen Grenze. Auch ein „IS-Bürge“, ohne den man bei der Terrororganisation nicht anheuern kann, werde Ausreisewilligen vermittelt, heißt es in Unterlagen, die der Zeitung vorliegen.

Für die Reisen sei auch Geld zur Verfügung gestellt worden, das vom NRW-Netzwerk durch Einbrüche sowie Betrügereien mit Handy- oder iPad-Verträgen sowie aus Spenden generiert worden sei.  Etwa zwei Millionen Euro sollen den Extremisten so zugeflossen sein. (ksta)

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