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Weißes Haus und Vance treten nachTrump beleidigt Reporter – und wettert gegen Frankreich

Erst schimpft Trump, dann legen Vance und Weißes Haus unter der Gürtellinie nach. Auch Frankreich war indes Thema im Oval Office.

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US-Präsident Donald Trump spricht am Dienstag (20. Oktober) im Oval Office des Weißen Hauses mit Reportern.

US-Präsident Donald Trump spricht am Dienstag (20. Oktober) im Oval Office des Weißen Hauses mit Reportern.

US-Präsident Donald Trump hat erneut einen Journalisten attackiert. Bei einem Pressegespräch im Weißen Haus attackierte der Republikaner am Dienstag (20. Oktober) nun einen Korrespondenten der britischen Zeitung „The Independent“ mit harschen Worten. „Was ist los mit Ihnen? Sind Sie krank? Ich denke wirklich, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt“, sagte Trump in Richtung des Reporters Andrew Feinberg.

Später verschärfte die US-Regierung den Ton gegenüber dem Journalisten in den sozialen Netzwerken zudem noch einmal deutlich – und bediente sich dabei mitunter einer Sprache unter der Gürtellinie. „Präsident Trump zerlegt den debilen ‚Journalisten‘ Andrew Feinberg wegen seines Fehlverhaltens im Oval Office“, schrieb etwa US-Vizepräsident JD Vance auf der Plattform X und veröffentlichte ein Video der Szene.

JD Vance und Weißes Haus attackieren Reporter

Das Weiße Haus legte ebenfalls bei X gegen den Reporter nach. Trump habe den „mongoloiden Idioten Andrew Feinberg für sein Verhalten absolut gegrillt“, hieß es dort. In weiteren Beiträgen attackierte das Weiße Haus auch die anderen beim Pressegespräch anwesenden Journalisten – und kritisierte die mitunter lautstarken Rufe der Reporter.

„Hört euch mal an, wie unausstehlich sich diese Fake-News-Schreiberlinge benehmen, wenn sie ins Oval Office eingeladen werden – sie schreien sich die Lunge aus dem Leib“, schrieb das Weiße Haus etwa zu einem Videoclip, in dem die Rufe der Reporter zu hören sind. „Das ist eine Schande“, hieß es weiter. „Diese Clowns haben absolut keinen Respekt.“

Trump und Medien: Beleidigungen und Wutanfälle

Der US-Präsident hat sich bereits in der Vergangenheit immer wieder Scharmützel mit Reporterinnen und Reportern geliefert. Auch klare Beleidigungen gegen Medienvertreter sind keine Seltenheit während der Präsidentschaft des Republikaners.

Zuletzt hatte ein „Wutanfall“ von Trump während eines Interviews Anfang Juli für Aufsehen gesorgt. „Sie sind entweder unaufrichtig oder Sie sind dumm“, sagte Trump damals zur NBC-Journalistin Kristen Welker und brach das Gespräch trotzig ab. Welker hatte den Republikaner zuvor mit seinen eigenen Falschaussagen zur US-Präsidentschaftswahl 2020 konfrontiert.

Bei dem Pressegespräch im Weißen Haus kam am Dienstag unterdessen auch die Lage in Frankreich zur Sprache. Auch dahingehend zeigte Trump keine Zurückhaltung und bekräftigte seinen Vorwurf, dass Einwanderer für die Gewalt am Rande der Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem verantwortlich seien. „Das war kein kleiner Aufstand, das war kein kleiner Protest, das war eine regelrechte Revolution, und sie dauert an“, sagte Trump.

Donald Trump wettert gegen Frankreich

Zuvor hatte der US-Präsident bereits bei einer Wahlkampfveranstaltung am Montag in Kansas gegen Frankreich gewettert. Das Land werde „von Migranten, Dschihadisten und Kommunisten erobert, geplündert und niedergebrannt“, behauptete der US-Präsident und machte sich damit die Haltung der rechtspopulistischen französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen zu eigen. Diese bezeichnete die Ausschreitungen zuletzt als Folge einer „jahrzehntelangen anarchischen Einwanderung“.

Beim Pressegespräch im Weißen Haus lobte Trump die Französin dann schließlich explizit als „konservative Stimme“. Getroffen habe er sie jedoch noch nie, erklärte der US‑Präsident. Le Pen wurde im März 2025 von einem französischen Gericht wegen Korruption verurteilt.

Macron stellt keinen Bezug zu Migranten her

Zunächst wurde ihr für fünf Jahre ein Politikverbot auferlegt, doch ein Berufungsgericht ebnete ihr in diesem Jahr den Weg für eine Kandidatur. Trump selbst war der erste US-Präsident, der als verurteilter Straftäter ins Weiße Haus einzog.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schätzt die Lage in seinem Heimatland derweil anders ein. Am Wochenende machte er „Agitatoren aus ultralinken Randgruppen“ für die Ausschreitungen verantwortlich. Diesen hätten sich „zahlreiche Straftäter angeschlossen“. Einen Bezug zu Migranten stellte er anders als Le Pen und nun Trump nicht her.