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Neuer Job für AltkanzlerSchröder schaut mit Ehefrau So-yeon in Moskauer Supermarkt vorbei

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So-yeon Schröder-Kim und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Waren in Moskau: So-yeon Schröder-Kim und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Kurz nach der Berufung in den Aufsichtsrat besuchte Ex-Kanzler Schröder eine Globus-Filiale in Moskau und sprach zu den Mitarbeitern.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat kurz nach seiner Berufung in den Aufsichtsrat des russischen Ablegers der deutschen Supermarktkette Globus eine Filiale in Moskau besucht. Auch seine Ehefrau So-yeon Schröder-Kim lief mit durch die Gänge.

Der 82-Jährige hielt vor den Mitarbeitern eine Begrüßungsrede. Anschließend setzte sich der Austausch hinter verschlossenen Türen fort.

Gerhard Schröder mit Ehefrau So-yeon auf Russland-Visite

Vor dem Hintergrund der besonderen Struktur des Russland-Geschäfts von Globus ist die neue Aufgabe Schröders bemerkenswert. Der russische Ableger wurde Anfang 2025 aus der deutschen Globus-Holding herausgelöst und arbeitet seitdem laut Unternehmensangaben rechtlich und organisatorisch eigenständig. Die Märkte in Russland treten jedoch weiterhin unter der bekannten Marke Globus auf.

Schröder soll demnach nicht nur eine Kontrollfunktion übernehmen, sondern auch an der strategischen Entwicklung des Unternehmens mitwirken. Laut Medienberichten betreibt Hyperglobus mehrere Märkte in verschiedenen russischen Regionen. Eine ausführliche Begründung für den Besuch in der Moskauer Filiale oder den Inhalt der Gespräche mit den Beschäftigten wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Gerhard Schröder pflegt enge Freundschaft zu Wladimir Putin

Die Berufung fällt in eine politisch angespannte Phase. Russland hat zuletzt die Kontrolle über die Geschäfte mehrerer westlicher Unternehmen übernommen. Dazu gehörten unter anderem die Aktivitäten von Metro und Auchan. Ob die Ernennung Schröders mit dieser Entwicklung zusammenhängt, blieb zunächst offen. Das Unternehmen äußerte sich dazu nicht.

Schröder gilt als eng befreundet mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er steht seit Jahren unter anderem wegen dieser Verbindung und seines Engagements für russische Energieunternehmen in der Kritik. Auch während des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat er sich wiederholt mit Putin getroffen. (red)