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Krieg in Nahost
US-Regierung kündigt „sehr harte“ Angriffe an – Luftalarm in Jerusalem

4 min
Ein Soldat der US-Marine gibt einer F/A-18E Super Hornet das Signal zum Start vom Flugdeck des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln der Nimitz-Klasse während der Operation Epic Fury. (Archivbild)

Ein Soldat der US-Marine gibt einer F/A-18E Super Hornet das Signal zum Start vom Flugdeck des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln der Nimitz-Klasse während der Operation Epic Fury. (Archivbild)

Israel und die USA setzen ihre Angriffe fort. In Dubai trifft eine Drohne den Flughafen. Der Iran stellt Bedingungen. Alle Infos im Liveblog.

Dem Militär der USA und Israels ist im Iran ein „Enthauptungsschlag“ gelungen: Gezielt wurden Ali Chamenei und andere Führungsfiguren des Regimes getötet. Irans Streitkräfte feuern Raketen auf Israel ab, auch zahlreiche arabische Staaten geraten unter Beschuss durch den Iran. Alle Informationen rund um die Eskalation in Nahost lesen Sie hier im Liveblog. 

7. März 2026

Trump kündigt „sehr harte“ Angriffe im Iran an

13.28 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat für Samstag „sehr harte“ Angriffe auf den Iran angekündigt und eine Ausweitung der potenziellen Ziele angedroht. „Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden!“, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Außerdem gebe es „wegen Irans schlechtem Verhalten“ ernsthafte Erwägungen, „Gebiete und Gruppen“ anzugreifen, die bislang keine Ziele gewesen seien.

Es drohe dort „komplette Zerstörung und sicherer Tod“, schrieb Trump. Nähere Angaben machte der US-Präsident dazu nicht. Trump hatte den Iran am Freitag zur „bedingungslosen Kapitulation“ aufgerufen. Die USA und Israel hatten am Samstag vergangener Woche massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.

Luftalarm in Jerusalem – Iran meldet „massive Angriffe“

12.05 Uhr: Der Iran hat am Samstag nach israelischen Angaben erneut Jerusalem unter Beschuss genommen. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, ertönte zunächst Luftalarm, später waren mindestens drei laute Explosionen zu hören. Kurze Zeit später hoben die Behörden den Luftalarm wieder auf. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.

Das iranische Militär teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna mit, die Marine habe eine „massive Welle von Drohnenangriffen“ gegen „US-Militärstützpunkte“ und auf Israel gestartet. Ziele seien unter anderem die Militärbasis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Kuwait gewesen, außerdem eine „strategische Einrichtung“ in Israel.

Eine Rauchwolke steigt nach einem amerikanisch-israelischen Militärschlag über Teheran auf. (Archivbild)

Eine Rauchwolke steigt nach einem amerikanisch-israelischen Militärschlag über Teheran auf. (Archivbild)

Iran: Mindestens acht Tote bei Angriffen

10.23 Uhr: Bei neuen israelischen Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden. Ein Mitarbeiter der Provinzregierung im zentraliranischen Isfahan sprach von „acht Bürgern, die als Märtyrer gestorben“ seien. Auf Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP waren in der Hauptstadt Teheran Rauchschwaden über dem internationalen Flughafen Mehrabad zu sehen.

Israels Militär setzte nach eigenen Angaben mehr als 80 Kampfflugzeuge ein, diese hätten Ziele in Teheran und im Zentrum des Landes ins Visier genommen. Die „Angriffswelle“ habe sich gegen „Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes“ gerichtet. Im Visier waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran, darunter in Isfahan.

Irans Präsident entschuldigt sich und stellt Bedingungen

9.17 Uhr: Irans Präsident Massud Peseschkian stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer. Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib erklärte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian für die Angriffe.

Peseschkians Aussage bedeutet, dass auch von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. (Archivbild)

Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. (Archivbild)

Dubai: Geschoss über Flughafen abgefangen – Emirates stoppt Flüge

8.56 Uhr: Über dem Flughafen von Dubai hat die Luftabwehr am Samstagvormittag offenbar ein Geschoss abgefangen. Ein Augenzeuge sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel. Dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate zufolge attackierte der Iran erneut den Golfstaat. Die Fluglinie Emirates setzte bis auf Weiteres alle Flüge von und nach Dubai aus.

Auf dem Flugüberwachungsportal Flightradar24 war am Samstag zu sehen, dass mehrere Flugzeuge sich über dem Flughafen von Dubai im Kreis bewegten und offenbar Warteschleifen flogen.

Iran: Marine greift Israel und US-Stützpunkte an

8.07 Uhr: Die Marine des Iran hat nach Armeeangaben am Samstag Israel und US-Militärstützpunkte in zwei Golfstaaten mit massiven Drohnenangriffen ins Visier genommen. Die Armee schrieb in einer Mitteilung von einer „massiven Welle von Drohnenangriffen“, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete.

Unter den Zielen seien die US-Basis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein weiterer US-Stützpunkt in Kuwait gewesen. Zudem hätten sich die Drohnenangriffe gegen eine „strategische Einrichtung“ in Israel gerichtet.

Israel: Mehr als 80 Kampfjets greifen Iran an

7.25 Uhr: Israel hat am Samstag nach Armeeangaben mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf den Iran geflogen. Das Militär erklärte dazu, die Flugzeuge hätten „eine zusätzliche Angriffswelle auf Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes“ ausgeführt. Im Visier der Luftangriffe waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran.